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Israel

Ein neuer Blog-Post, dieses Mal war ich in Israel.

 

Zusammen mit meiner Freundin Caro aus Berlin ging es nach Israel. Unsere Stationen waren:

  • Tel Aviv
  • Jerusalem
  • En Boqeq (Totes Meer)
  • Mizpeh Ramon
  • Midreshet Ben-Gurion (Wein-Farm)
  • Eilat (Rotes Meer)
  • Tel Aviv & Jaffa

Wir haben uns in Istanbul am Flughafen getroffen und sind dann komplett ohne Probleme nach Israel geflogen. Wir wurden bei der Einreise nicht befragt, haben unseren Einreisestempel nicht in den Pass bekommen, sondern eine Art Einreisekarte. Bei der Ausreise bekommt man eine Ausreisekarte, die ersetzt ebenfalls den Stempel, dies ist notwendig, weil man sonst nirgends sonst mehr rein kommt: Ägypten oder VAE.

 

Die erste Nacht haben wir in einem Hostel in Tel Aviv verbracht, am Morgen darauf haben wir gleich unseren kleinen Mietwagen abgeholt und sind nach Jerusalem gefahren. Dort haben wir 2 Nächte verbracht und es war sehr beeindruckend dort. Gefühlt haben alle Leute einen Knall, es gibt fanatische Christen (man kann sich ein Holzkreuz ausleihen und den Kreuzweg ablaufen), die streng orthodoxen Juden und die vielen Moslems im palästinensischen Bereich der Stadt. Wir sind sehr viel herumgelaufen, es ist unfassbar heiß gewesen. Die Stadt ist voller Touristen und gleichzeitig wohnen dort erstaunlich viele Einheimische. In die Al-Aqsa Moschee sind wir leider nicht reingekommen, wegen dem Ramadan.

An der Klagemauer haben wir die vielen Frauen beobachtet, die meisten davon streng-orthodox oder Touristen. Es gibt erstaunlich viele schwarze Juden, was mir garnicht bewusst war. Die strengen Juden haben mindestens 6-8 Kinder und man fängt dort mit ca. 16 Jahren mit dem ersten Kind an. Demnach sind die Frauen noch sehr jung, wenn sie alle ihre Kinder haben, sehen aber aus wie Mitte 50…

Das Leben ist dort ein ganz anderes, im moslimischen Viertel ist es dreckig und es stinkt, alle Märkte findet man hier. Im jüdischen Viertel ist alles ultra sauber und gepflegt, es gibt aber kaum Läden. Den christlichen Teil nimmt man kaum war, es gibt allerdings noch eine Unterscheidung: die armenische Kirche hat dort ebenfalls Kirchen; genauso die orthodoxen Christen aus Russland und Griechenland. Alle sind vertreten.

Auf den Ölberg haben wir uns ebenfalls gequält, dort oben ist der größte und älteste Friedhof jüdischen Glaubens, man hat eine schöne Aussicht auf Jerusalem. Jerusalem ist die Hauptstadt Israels, zumindest für die Israelis. Kein Land der Welt hat die Stadt allerdings als Hauptstadt anerkannt, der Grund warum alle Botschaften in Tel Aviv sind.

Von den Spannungen im Land bekommt man nur in Jerusalem etwas mit, viel Militär ist in der Altstadt unterwegs und „bewacht“ die Stadt. Den Nutzen kann man hier stark in Frage stellen…

 

Nächster Stop: Totes Meer. Das Wasser ist so extrem salzig, dass es auf den Lippen brennt. Verrückt ist wirklich, dass man schwebt. Beim Versuch brustzuschwimmen, sind mir immer meine Füße abgehauen und ab in die Luft. Es wirkt, als würde man „trockenschwimmen“. Es war wieder extrem heiß und hier haben wir zum ersten Mal bemerkt, dass Israelis nicht in die Sonne gehen, wenn sie am Strand sind. Es gibt immer überdachte Bereiche, da es einfach extrem heiß ist. Das Tote Meer liegt bereits in der Bersheva-Wüste.

Morgens gg. 08:30 sind wir auf die Festung Masada gewandert. Es gibt auch eine Gondel, aber das war für uns  keine Option, wir beide wären aber fast umgekippt. Es war unerträglich heiß und oben angekommen, musste wir erstmal eine Pause einlegen. Wir haben mehr erwartet, es ist die Festung Herodes, angeblich ca. 2000 Jahre alt. Ich glaube das weniger, da Restaurierungsteams unterwegs waren und genau die Mörtelfarbe  dabei hatten, welche die angeblichen Ruinen hat.

Eine Nacht in der Lehmhütte mit Alpacagestank hat uns recht schnell weitergetrieben.

Ein Ausflug ans Rote Meer nach Eilat hat uns den ersten Strandtag beschert. Wir sind ca. 2,5 Stunden an der jordanischen Grenze entlang nach Eilat gefahren, ging problemlos und wir haben die verschiedenen Facetten der Wüste gesehen, sehr beeindruckend! Das rote Meer ist hingegend nicht der Burner, einfach ein übervolkerter Stand mit viel zu vielen Russen.

In der Weinfarm, die ca. 6000 Flaschen pro Jahr herstellt und mitten in der Wüste ist, haben wir beschlossen, dass wir keinen israelischen Wein mögen. Zu süß, zu rot und zu viel Sulfate. Die Unterkunft war mit Abstand die teuerste aber auch schönste, wir konnten uns richtig erholen.

Wir waren in einem Nationalpark wandern, riesige Felsformationen und eine Oase!

Danach ging es zurück nach Tel Aviv – den großen Hype um die Stadt können wir nicht wirklich verstehen. Die Trendviertel sind cool, aber nicht weltbewegend. Der Strand ist richtig schön, allerdings mitten in der  Stadt. Es hat mich sehr stark an Nizza erinnert. Die Altstadt ist künstlich hochgezogen, damit die Touristen auch etwas „altes“ finden. Schwierig bei einer Stadt, die 1906 gegründet wurde.

 

 

Insgesamt war es unglaublich beeindruckend, wir mussten viel nachlesen und nachschlagen, haben viel diskutiert, unglaublich interessante Leute getroffen und ein Land gesehen, dass wohl niemals in Frieden leben kann.

Eine Reise wert für jeden, der Alternativtourismus liebt und nicht nur in Italien am Strand liegen möchte.

 

 

 

 

wieder zuhause

Meine Reise ist zu Ende, wie man merkt, schreibe ich nicht mehr. Das liegt nicht daran, dass ich keine Lust mehr habe, sondern eher daran, dass ich ganz schön im Stress bin.

Ankommen und hallo sagen (obwohl ich immernoch nicht alle gesehen habe…), arbeiten und Wohnungssuche! Mal sehen, vielleicht wird es ja bald etwas mit meiner Wohnung in München – heute habe ich mir schon zwei angeschaut.

 

Soweit alles gut hier in Deutschland, es fällt mir aber schon schwer – Asien ist nicht Deutschland und mein Minikaff nicht Saigon!

Nächster Stop: Siem Reap – die Hinfahrt 

Eine Busfahrt, die ist lustig… Und so weiter. Nach sehr viel Bus, haben wir uns für die abenteuerliche Reise mit dem langsamen Boot entschieden. Wir haben davor im Interner recherchiert und die Meinungen waren so ambivalent, dass man zu keinem Stimmungen Ergebnis kommen konnte. Zwei Jungs, die ich auf Koh Rong kennengelernt habe, waren hellauf begeistert von der Reise und haben es mir warmen Herzens empfohlen.
Also gestern Abend die Tickets gekauft, die bisher der teuerste Transport überhaupt waren und los gehts am nächsten Tag um 07:00

Die erste Stunde ging ganz gut. Wir waren mit ca. 8 anderen Weißen und ein paar Kambodschanern an Bord und sind langsam losgetuckelt. Momentan ist absolute Trockenzeit und der Wasserstand extrem niedrig, was auch unsere größte Sorge war. Langsam aber sicher kamen wir in sehr seichtes Gewässer und ständig blieben wir stecken. Dann musste der Bootsjunge entweder ins Wasser springen und anschieben oder mit einem langen Brett so lange rumwerkeln, bis wir wieder frei waren. 

Der Weg führte uns gefühlte Ewigkeiten durch Brachland, schwimmende Dörfer, vorbei an den ärmsten Menschen, die man sich vorstellen kann. Vorbei an Grundschulen, schwimmenden Moscheen und Kirchen, schwimmenden Supermärkten, Zucchinifeldern, Reisfeldern, und noch unzähligen anderen Dingen. 
Stephan konnte bald nicht mehr sitzen, die Bänke waren sehr sehr einfach und hart und die Vibration vom Motor machte es nicht besser. Ich konnte irgendwann schlafen, ausgestreckt über 2 Bänke und dem Kopf auf einer Schwimmweste… Mein Buch habe ich auf Koh Rong ausgelesen, den Stern auch und so war ich quasi „literaturlos“. Wollte mir in Battambang noch eins kaufen, haben aber keinen Buchladen mit englischen Büchern gefunden. 

Die Fahrt hat ECHT lange gedauert. Sind pünktlich um 07:00 los mit einer kurzen Pause um 11:15-11:30. angekommen in Siem Reap sind wir dann gegen 18:30 – eine Reise von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Leider sind wir auch im nichts angekommen und mussten noch 35 min mit dem Tuktuk in die Stadt fahren. Stephan ist vollkommen fertig und leider haben wir auch unser Hostel nicht gefunden. Es ist ganz neunund niemand kennt es. Eine super Liebe Kandierin hat uns dann gerettet, am Hotel angerufen und uns abholen lassen. Falls also jemand etwas an ihre NGO spenden möchte, Daten werden bald bekannt gegeben. 

Ob ich es nochmal machen würde, ich weiß es nicht, denke aber tendenziell schon. Waren mit Wasser, Baguettes, Bananen und Keksen ausgestattet. Gebraucht haben wir aber fast nur das Wasser und Baguette. Es war wieder mal unbeschreiblich heiß und ohne Fahrtwind, unerträglich. 

Die Armut war auf diesem Teil unserer Reise allgegenwärtig, aber trotzdem haben alle Menschen gelacht und jedes Kind hat gewunken und schienten wirklich glücklich zu sein. Man muss also nicht immer alles haben, die Kinder hier wissen (zum Glück) nicht von der Welt da draußen und deren Eltern haben als Hauptsorge die Familie zu ernähren… 

Unsere Schiffsschraube wurde mindestens 4x gewechselt und jedes Mal haben wir einfach gehofft, dass es irgendwie weiter geht, helfen hätte uns nämlich dort keiner können… Einmal sind wir dann 10min auf einem der weltgrößten Seen herumgeschwommen, während unsere beiden Bootsmänner ein Stück Bambus mit einer Minimachete zurechtgehackt haben und es IRGENDWO im Motorraum verbaut haben. Ich bin kein Bootsmotorspezialist, aber komisch war das allemal. 

Stephan hat gefühlte 300 Seiten in seinem Zwergenmeisterwerk gelesen und ich Zeit gehabt, einige Nachrichten an alte Freunde vom Studium zu schreiben, sowie die beiden Blogartikel und mein Reisetagebuch. 

Wir sind am vorletzten Stop unserer wunderschönen, aber anstrengenden Reise angekommen und hoffen auf Zivilisation, Hygienestufe > 3/5 und sauberes, fließendes Wasser, sowie die beeindruckenden Tempel von Angkor Wat, einem der neuen Weltwunder. 

Nächster Stop: Battambang

Was zum Teufel ist Battambang? Das fragt uns jeder und irgendwie kennt das auch niemand. Es ist aber die zweitgrößte Stadt in Kambodscha und liegt im Nordwesten, recht nahe schon an der thailändischen Grenze. Hingekommen sind wir von Sihanoukville (Festland von Koh Rong) über Phnom Penh und dann weiter nach Battambang. 

Um vier Uhr nachmittags haben wir die Fähre von Koh Rong aufs Festland genommen. Manche von euch wissen ja, wie sehr ich wackelige, kleine Boote hasse und dieses Mal war die See nicht so ruhig und eben wie beim letzten Mal. Weder Stephan, noch ich wurden seekrank- im Gegensatz zu vielen anderen. Trotzdem war ich froh, als wie ankamen. Sogar unsere Rucksäcke waren nass von der Brandung. Wir hatten noch 45 min zeit, bis wir von unseren Zubringerbus abgeholt wurden und sind Essen gegangen. Das erste Mal. Leider haben sich die Nudeln und Gnooci als nicht gut erwiesen und so haben wir die Hälfte stehen gelassen und sind halbhungrig zum Bus. 

Der Bus nach Phnom Penh war eine Art Sitz/Schlafbusse mit 30 Grad Rückenlehnen und man konnte seine Beine ausstrecken, ich zumindest, Stephan mit seinen Modellbeinen hatte da schon größere Probleme. Ich persönlich fand die Busse in Vietnam besser, da man da noch ein bisschen flacher liegen kann.kann einfach nicht schlafen, wenn mein Rücken nicht fast flach liegt. In PP mussten wir den Bus wechseln und wir waren von unseren Rucksäcken geschockt: völlig dreckig! Mit der braunen Erde von hier (stellt sich aber heraus, dass sie nachher noch viel dreckiger wurden). Um 01:00 dann in den neuen Bus mit einer super Schlafkoje, die so 1,30×1,70 war. Sogar mit Matratze und Kissen. Wenn die Straße nicht so furchtbar schlecht gewesen wäre und es mir nicht so unwohl gewesen wäre, hätte es die perfekte Reise sein können. Stephan meint auch, dass er auf der Busreise mehr und besser geschlafen hat, als auf Koh Rong zusammen. 

Um 06:40 kamen wir dann irgendwo auf einem entlegenen Busbahnhof an und nemand hat gesagt, wo wir sind oder was wir hier machen. Es war aber unser Ziel, die meisten aus unserem Bus sind weiter nach Bangkok. Gut, als wir gecheckt haben, dass wir irgendwie da sind und auch wieder nicht, haben wir uns ein Tuktuk gesucht und sind ins Hotel. Nach ein bisschen Diskussion haben wir bereits süperfrüh einchecken können und haben erst mal bis 10 Siesta gemacht. Danach auf zum Frühstück. 

Hatte eigentlich schon alles vorbereitet und ausgekundschaftet, wo wir zum frühstück hinkönnen. Mit dem Tuktuk zur Adresse: ZU. Es muss gesagt werden, dass wir da mehr oder weniger seit 2 Tagen nichts gegessen haben und dementsprechend hungrig waren. Irgendwann wurden wir fündig: teuerstes Frühstück auf der Welt. Dafür Baguette mit Nutella. 

Die Stadt bzw das Zentrum ist sehr beschaulich und klein, erinnert mich ein bisschen an den Norden von Malaysia durch die vielen Kolonialbauten. Wirklich viel gesehen haben wir von der Stadt allerdings nicht, weil es unbeschreiblich heiß war. Ich schätze so um die 40 Grad und wir sind mehr oder weniger vom Frühstückscafe ins nächste und übernächste. Das letzte hatte sogar Klima und dort wollten wir nicht mehr weg. Während Stephan geskypt hat, habe ich für die Bootsreise am nächsten Tag Baguettes und Bananen gekauft und danach sind wir zum abkühlen ins Hotel. Mit dem Abendessen hatten wir auch leider nicht so Glück, irgendwie ist momentan der Wurm drin. 

Morgen heißt es früh aufstehen: Minimum 7 Stunden mit dem Boot nach Siem Reap! Es soll die schönste Bootstour in Kambodscha sein. Mal gucken! Teuer ist sie auf jeden Fall (teuerster Transport bisher). 

Letztes Mal: Saigon!

Nach einem feudalen Frühstück als Abschied (eigentlich Brunch: New York für Stephan und Istanbul für mich) haben wir die letzten Touriziele abgeklappert und haben dabei fleißig Fotos gemacht und ordentlich geschwitzt! Es ist extrem heiß im Moment, bis zu 36 Grad – Stephan schlägt sich wacker.
Als 2. Abschiedsgeschenk gab es noch eine Thaimassage. Stephan hat irgendwann neben mir angefangen zu lachen, allerdings aus Schmerz :D! Seine Zehen wären ihm wohl halb abgerissen worden, mich hat er dermaßen durchgeknetet und am Schluss mit seinen dünnen Vietnamesenbeinen in die Luft gestemmt, dass mir echt die Luft weg bliebt. Leicht benebelt (vielleicht auch von Ingwer Überfluss: Tee und Cookies) sind wir kurz nach Hause und haben uns schick gemacht. Ging gleich wieder los in die schickeste Bar der Stadt: chill!!
Wir haben die Aussicht überaus genossen und haben uns einen Wein gegönnt. Es war wunderschön ein letztes Mal dort oben zu stehen und die Stadt zu bewundern…
Abendessen und ein Eis und dann auch schon: ich packe meinen Koffer gespielt. Und tatsächlich, mein ganzes Leben passt in meinen Rucksack (45+5 Liter)!
Saigon ist fast abgeschlossen. Morgen Wohnungsübergabe und dann schließe ich das Kapitel Vietnam. Vorerst.

 

Stephan und Lisa in SAIGON

Gestartet sind wir heute mit Frühstück in einer koreanischen Bäckerei und Stephan hat auf meine Empfehlung hin (Grüße an den Thomas) auch die Wurscht im Teig probiert und fand sie ebenfalls lecker. Ich blieb lieber bei einem Schokoladencroissant. Danach sind wir ins erste Shoppingfakecenter gegangen und wir hätten fast Schuhe für Stephan gekauft, die Verkäuferin wollten aber nicht so mit dem Preis runtergehen, wie ich das wollte und deshalb  sind wir ohne Schuhe weitergezogen.

 

Habe im Vorhinein schon ein bisschen herumgeschaut, wo es gute Rucksäcke gibt und Stephan hat sich ein suPer Teil von Jack Wolfskin rausgesucht. Er kostet in Deutschland 199,99€ und hier haben wir knapp 35€ gezahlt. Meiner Meinung nach ist er ein echter, einfach aus der Produktion mitgenommen.

Danach standen Schuhe auf dem Programm und es wurden wunderschöne Nikes, zum GLÜCK hat die Verkäuferin vorhin nicht bei meinem Preisvorschlag eingewilligt.

Sind glücklich mit Schuhen und Rucksack von dannen gezogen und haben Sandwiches zu Mittag gegessen. Stephan ist schwer begeistert von der Stadt und mich freut es doppelt, dass es ihm so gut gefällt. Vorallem der Verkehr ist ein Highlight für ihn und ich lache jedes Mal (:

 

Unsere Bustickets nach Phnom Penh haben wir uns auch besorgt und zahlen pro Person 10$, mal sehen wie das wird. Habe im Vorhinein nachgeschaut, welche Anbieter die besten sind, damit nicht wieder das aus Vietnam passier… Abfahrt ist am Sonntag 11:00. Davor übergebe ich meine Wohnung und bekomme hoffentlich die ganze Kaution raus!

Stephan hat keine Passfotos für das Kambodscha Visum dabei und deshalb hat er gleich noch welche machen lassen. Jedoch war es eine untypische Art Passfotos zu machen. Der Fotograf ist nämlich eigentlich Inhaber von. 4 Waschmaschinen und bietet Wäscheservice an. Dann spannt der Kerl ernsthaft ein blaues Tuch über seine laufenden. Waschmaschinen, stellt Stephan einen Hocker davor und macht die. Fotos. Ausgedruckt hat er sie dann unterm Tresen, wir glücklich und er auch. Der Waschmaschinenfotograf 😀

 

Nach der Stärkung stand Kultur auf dem Programm: Kriegsveteranenmuseum, war jetzt schon so oft dort, dass ich lieber im Stern gelesen habe und mich über die aktuelle Politik informiert habe, als dass ich zum 10. Mal durch das Museumlaufe

Abends waren wir im Barbecue Garden und man merkt eindeutig, dass ich an das Schärfe und geschmacksintensive Essen in Asien schon sehr gewöhnt bin, Stephan fand das Essen superwürzig und scharf, ich garnicht…

Nach dem. Essen noch in meine Lieblingsbar, eine Minidachbar mit schöner Aussicht. Das vorerst letzte Mal!! Langsam wird mir bewusst, dass ich nur noch 1,5 Tagr hier bin und dann mein Leben in Saigon zu Ende ist. Kann mir das noch garnicht vorstellen…

 

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Letzter Stop: Saigon

Wie im letzten Beitrag schon zu sehen war, sind wir gut in Saigon angekommen. Nach einer ziemlich anstrengenden, aber wunderschönen Reise, sind wir dann doch gut in Saigon angekommen. Gut bedeutet lebendig und halbwegs gesund. Wir hatten von 2 Grad und Supernebel bis hin zu 35 Grad im Schatten ALLES mit dabei. Schöne Hotels, eher weniger schöne und Kultur bis zum umfallen. Was wir auch mehr als genug hatten war das Busfahren. Ich genieße die Tage ohne Bus sehr, aber es dauert nicht lange und ich werde es wieder tun. Dieses Mal aber Kambodscha und dort soll das alles anders sein. Mal gucken!

In Saigon haben wir alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert, waren viel und gut Essen, haben von oben auf die Stadt runtergeschaut und sind viel zu Fuß herumgelaufen. Die drei ganzen Tage haben es auch erlaubt, einfach mal ein bisschen auf der Couch zu sitzen oder auszuschlafen. Das kam auf unserer Reise nämlich meistens zu kurz, Oft mussten wir schon um 07:30 an der Bushaltestelle sein. (Der Bus fährt trotzdem erst ne Stunde später los, aber man MUSS da sein :D).

Am ersten Abend hatten wir Probleme ein Restaurant fürs Abendessen zu finden. Es ist Tet (=Weihnachten) und so gut wie alles hatte geschlossen. Wir waren ausgehungert und irrten von einem Ort zum nächsten, in einem französischen Restaurant wurden wir dann endlich fündig. Insgesamt war die Stadt wie ausgestorben und Tom hat (schade oder zum Glück) den extremen Verkehr nicht miterlebt. Die Straßen waren immer nur ein bisschen gefüllt und auch die Abgase waren moderat.

Gekocht haben wir (obwohl es der Plan von mir mal war…) kein einziges Mal, weil mein Supermarkt im Haus auch erst am Tag von Toms Abreise wieder geöffnet hat. In den Touriregionen, in denen wir davor waren, haben wir den Tet kaum bemerk. Hier in Saigon ist totenstille überall und so gut wie alle Geschäfte und 60% der Restaurants hatten geschlossen.

 

Jetzt bin ich 1,75 Tage alleine und fühle mich unwohohl. Habe mich so daran gewöhnt, nicht mehr alleine zu sein und dann schwups war er schon wieder weg…

 

Stephan hole ich nachher vom Flughafen ab, wir sind dann drei Nächte in Saigon und dann geht es in die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh.

 

 

Nächster Stop: Saigon



Da stehen wir, vor der Baustellenskyline von Saigon. Wir hatten eine wunderschöne Zeit in „meiner“ Stadt, mit sehr viel gutem Essen, Kultur, vietnamesischem Kaffee, koreanischen Dampfnudeln, Taxifahren und einfach die Zeit  genießen. 

Leider musste Tom gerade zum Flughafen bringen. Ging alles so schnell…

erster Teil der großen Reise ist RUM

Vietnam ist hiermit bereist. Und zwar komplett. Sage und schreibe 2745km bin ich rumgereist, mit Bus, Moped, Fahrrad und zu Fuß. Unglaubliche Bilder, Erlebnisse und Momente habe ich erleben dürfen. Den Großteil an Erfahrung kann ich mit Tom teilen, was das ganze noch schöner macht. Alleine Reisen hat Vor- und Nachteile, zusammenreisen hat einen ganz entscheidenden Vorteil: man erlebt alles zusammen und kann sich zusammen erinnern, darüber lachen und sich gegenseitig auf die Sprünge helfen, wenn man sich nicht mehr genau erinnert. Das geht nicht, wenn man alleine unterwegs ist. Genauso ist es auch einfacher, Bilder von sich machen zu lassen. Man muss nicht extra jemanden fragen, oder einen Selfiestick benutzen – man hat einen Gesprächspartner immer und überall dabei, man kann das Hotelzimmer teilen und und und!

Manchmal ist es aber auch einfacher, wenn man alleine wäre. Wenn es um die Restaurantauswahl geht, das Hungerempfinden, Timing im allgemeinen, oder Bettgehzeiten.

Trotzdem haben wir das sehr gut gemeistert, die Zeit, die ich davor alleine gereist bin, hat vieles vereinfacht.

 

Die nächsten Tage kommt noch so eine Art allgemeine Zusammenfassung von meinen Vietnameindrücken und dann bekomme ich auch schon bald neuen Besuch und es geht auf zur Reise 2.0!

 

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Fotos Mui Ne

Unser vorletzter Stop ist Mui Ne! Die erste Nacht habe wir in einem mir mittlerweile sehr gut bekannten Bungalow verbracht, war dort schon zwei Mal mit meinen Freunden. Es liegt direkt am Meer und man kann nachts die Wellen hören!

Den zweiten und dritten Tag haben wir dann in einem für unsere Verhältnisse Luxushotel verbracht, mit Pool! Ganz anders als die erste Nacht, aber auch sehr, sehr gut.

 

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Fotos Nha Trang

Leider nur ein paar Fotos aus Nha Trang. Hier waren wir sowohl tempeltechnisch unterwegs, als auch am Strand gelegen. Nha Trang ist ein richtiger Massentourismus Ort und kein „place to be“.

Die gelben Blumen sind quasi die Weihnachtsbäume in Vietnam. Momentan ist Weihnachten und Sylvester gleichzeitig und man beachte die volle Blütenpracht! Ein einziger Wahnsinn!! Kein braunes Stückchen darunter…

 

Nächster Stop: Mui Ne

Nach einer im Verhältnis sehr angenehmen Busfahrt sind wir gut in Mui Ne, unserem vorletzten Ziel angekommen. Die Straßen waren komplett leer und in besserem Zustand als im Norden von Vietnam und so haben wir für 450km nur 5h gebraucht.
Wir sind durch unglaublich arme Gegenden gefahren und gleichzeitig wurde an gleicher Stelle ein Resort nach dem anderen gebaut. Die Straßen konnte man alle schon sehen und es waren riesige Baustellen. Bestimmt 20 Ressorts mit großen Schildern wie Swiss Village entstehen da in den nächsten Jahren. In der Nähe von Da Nang (Zentralvietnam), da gibt es schon zig solcher Anlagen. Ich frage mich nur, wer in solchen Ressorts Urlaub macht. Alles hat leer ausgesehen. Sind das reiche Vietnamesen oder Ausländer? Wir werden es wohl nie erfahren.
Zurück zu den armen Menschen. Sie leben in kleinen, notdürftig gefertigten Hütten aus Müll, den sie gefunden haben. Viele scheinen Fischer zu sein und ich bin mir sicher, dass sie kein fließendes Wasser haben, ggeschweigedenn Kanalisation.

Generell sind die Toilettensnlage eher dürftig und richtig saubere Klos findet man selten… Gut ist es, wenn man immer sein eigenes Klopapier dabei hat. Das sieht dann echt lustig aus, wenn wir Weißen aus den Bussen aussteigen und alle haben eine weiße Rolle in der Hand…

Irgendwann waren wir mal da, mir ging es immernoch nicht besser und ich war froh, dass wir am warmen Ziel. Wir sind nämlich im heißen angekommen. Endlich ohne Jacke abends draußen sitzen. In Nha Trang mussten wir nämlich noch Pullis tragen und am Strand ab 15:00 Shurts, weil der Wind so krass war.

In Mui Ne war ich schon zwei Mal und eine Nacht haben wir in einem kleinen Bungalowkomplex direkt am Strand verbracht, in dem ich mit meinen Freunden schon zwei Mal war und die anderen zwei Nächste löse ich mein Weihnachtsgeld ein und wir sind in einem Hotel mit Pool, Terrasse und super Meerblick. Wir wurden upgegraded und deshalb haben wir so ein feudales Zimmer bekommen. Das Hotel wurde auch erst im Dezember eröffnet. War ein Tip von Freunden und echt 1a!

Mir gehts wieder besser und deshalb ist heute Abend auch für mich wieder Essen angesagt und wir gehen Fischessen!

Fotos und Neuigkeiten folgen…

naechster STOP: SAPA

Um neun Uhr abends ging es zum Bus nach Sapa. Wir wurden vom Hostel aus abgeholt und zum grossen Bus gebracht. Dort haben wir eine Stunde gewartet, warum weiss kein Mensch, ist aber hier immer so. Dann ging es endlich los. Waren mal wieder fast nur Auslaender im Bus, hauptsaechlich Australier und ich habe gleich meine Wandergruppenmitglieder kennengelernt. Es waren 3 Maedels und ein Junge aus Australien, ein Englaender und ich. Einen grossen Vorteil hatten die Tage in Sapa, ich war mit Muttersprachlern (Englisch) unterwegs und konnte endlich mal wieder vernueftiges Englisch hoeren. Wenn man immer nur mit anderen Nichtmuttersprachlern unterwegs ist, ist es immer Kauderwelschenglisch, was wir sprechen. So wird es gleich besser und man lernt neue Woerter dazu (:

Wir sind um 06:30 aufgeweckt worden, der Bus kam schon 2 Stunden frueher an, aber wir durften noch schlafen, bis wir von unseren Wanderguides abgeholt wurden. Mit einem kleinen Bus wurden wir zu einem alten Hotel gebracht, es hiess Grand View Hotel. LEIDER war die Sicht so schlecht, dass man keine 10m sehen konnte. Es war die ganze Zeit ueber so und richtig schade. Wir konnten praktisch nichts von der Landschaft sehen oder geniessen. Noch dazu hat es 3/4 der Zeit vollgas geregnet. Unsere Funktionskleidung wurde herausgefordert!

Nach einem Fruehstueck im Hotel ging es mit unserem Tourguide los. Gepaeck auf den Ruecken schnallen, Regenschutz drueber und erst mal Gummistiefel ausleihen. Sonst haetten wir nicht wandern duerfen… ihr koennt euch garnicht vorstellen, wie das Gelaende aussah. Eine einzige Katastrophe. Dort regnet es jetzt schon ganz schoen lange und der Boden besteht aus Lehm und anderem schwierigen Bodenmaterial. Kaum Kies, kaum Steine, kein Gras. Keine Befestigung am Boden und reines Rutschen. Wir wurden von 10 Mhong-Damen bzw. kleinen Maedchen begleitet, sie haben uns gefuehrt, gehalten und gestuetzt. Ohne sie, haetten wir den Pfad nicht bewaeltigen koennen. Es war rutschig, steil, nass und kalt. Leider hatte es dort nur 2-10 Grad, je nachdem wie der Wind gerade geblasen hat. Unser erstes Ziel war ein Mittagessen, nach 4h Wanderung und wir sind alle voellig dreckig dort angekommen. Die ersten zwei aus unserer Reisegruppe haben schon aufgegeben und so waren wir nur noch zu sechst+ Guide und die 10 Damen. Zum Teil hatten sie ihre Babys noch auf dem Ruecken!!

Nach dem Mittagessen ging es weiter, vorbei an Wasserbueffeln, Wildschweinen (echte wilde!), Gaensen, Enten, Schweinestaellen, Holzhuetten, Reisfeldern, Wasserfaellen und Matsch. Die Wasserbueffel sind teilweise riesig, und ich moechte nicht, dass mir da einer auf den Fuss steigt :D! Wir waren auf dem Weg zu unserem „Homestay“. Es war eine grosse Huette mit zwei Ebenen, keine Heizung – nur ein Lagerfeuer. Dort wartete ein amerikanisches Paerchen und zwei Philippinos auf uns. Zusammen haben wir dann unendlich lang gespielt (Karten, Pantomine, Tabu) und am besten mit viel Koerpereinsatz, weil es sonst zu kalt war. Es hatte nur max. 10 Grad da drinnen und wir haben alle sofort gefroren, wenn wir vom Feuer weg sind. Unsere Klamotten waren alle feucht, die Socken nass vom Schlamm und unsere Hosen erst. Leider hatten wir alle keine Wechselhosen dabei und so mussten wir sie am Feuer raeuchern…. gestunken haben wir, Wahnsinn. Undenkbar zu duschen bei den Temperaturen und so haben wir kollektisch gestunken. Die Nacht haben wir ueberlebt, die anderen durch sehr viel Schnaps und Reiswein, ich durch Hampelmaennchen und Rumspringen zum Aufwaermen. Wir hatten ein Matrazenlager und konnten von der Matraze aus nach draussen schauen……… alles nicht so cool.

 

Naechster Tag ging es weiter, zum naechsten Mittagessen. Vorbei an Wasserfaellen, Bruecken, wieder sehr viele landwirtschaftliche Huetten und viele Bergvoelker. An diesem Tag haben uns andere Frauen begleitet, sie waren von einem Thai-Volk. Die Kinder von diesem Volk gehen nicht in die Schule, weil sie kein Vietnamesisch koennen. Anstatt es zu lernen, gehen sie einfach garnicht. Unser Tourguide hat uns auch erzaehlt, dass manchmal Frauen nach China verkauft werden. Ihnen werden gute Jobs versprochen und dann werden sie nach China gebracht und dort verkauft. Das ist so unendlich traurig und eine Schulbildung wuerde schon ein bisschen helfen und man koennte ihnen erklaeren, dass es gefaehrlich ist, wenn man mit anderen Maennern mitgeht. Manche von ihnen hatte Gummistiefel an, andere nur Schlappen und ein Baby am Ruecken!! Bei zwei Grad. Fast alle sind aber krank und husten und haben Schnupfen. Die Bergdorffrauen heiraten mit 15 und bekommen dann ihre Babies. Das ist so grausam, weil sie nur das Kinderkriegen als Ziel haben! Dann begleiten sie die Touristen auf ihrer Wanderung und versuchen ihnen etwas handgefertiges zu verkaufen. Auch WIR haben etwas gekauft, leider…… wir konnten nicht anders. Sie haben uns echt gerettet, ohne sie waeren wir die Reisfelder heruntergepurzelt.

Nach dem Mittagessen sind wir noch ein kleines bisschen weitergewandert und dann wurden wir von einem kleinen Bus abgeholt und ins Hotel vom Anfang gebracht. Zum Glueck konnte ich meinen Bus umbuchen, von 21:00 Uhr zu 17:00. Haette sonst die Zeit absitzen muessen, bis der spaete Bus kommt. Hatten auch vorm ersten Bus noch Zeit und haben ein geheiztes Cafe gesucht und keins gefunden. Haben dann einen super teuren Tee in einem der teuren Hostel getrunken, Hauptsache wir konnten uns aufwaermen. Unsere Jacken sind auch ein bisschen getrocken (unglaublich aber wahr!) und wir konnten unsere Haende endlich waschen und die SChuhe ausziehen. Es ist unglaublich, wie man eine Heizung zu schaetzen lernt, wenn man so lange keine hat…

Der Bus nach Hanoi hat 7h gedauert und von unterwegs habe ich mir noch ein billiges Bett in einem Hostel gemietet (4,20 Euro). Diese Variante ist definitiv besser, als den Nachtbus zu nehmen und um 04:00 in Hanoi anzukommen ohne Bett und Zimmer.

Dann erstmal duschen und die anderen in meinem ZImmer meinten nur: du stinkst nach Lagerfeuer. Haben sie dich angezuendet? Haha (:

Nacht geschlafen wie ein Stein, in einem halbwegs warmen Bett und jetzt muss ich die Herausforderung meistern meine einzige lange Hose zu waschen und sie schnellstmoeglich wieder zu trocknen…

 

FOTOS folgen.