Kambodscha

naechster Stop: Siem Reap die GROSSE Tempelrunde

Wieder sind wir fleissig um 07:00 morgens gestartet, um uns den grossen Tempeln bei unter 30 Grad anzunehmen. Heute haben wir ausnahmsweise einen kleinen Fruehstuecksstop eingelegt, es gab sogar etwas zu essen fuer uns beide. Leider truebt der Schein und wir essen jetzt einfach, ohne Ruecksich auf Verluste. Wenn man sooooo einen extremen Plan fuer den Tag hat, dann muss man gestaerkt starten.

Wir haben es also getan. 37km bei ueber 30 Grad. Ich war noch nie so dreckig an den Fuessen, obwohl ich meine Birkenstock anhatte und Stephans Kommentar war: „Noch nie habe ich so lange gebraucht, um eine Hose auszuziehen.“. Ich erspare Details, es war EXTREM warm, weit und wir waren so unglaublich froh, als wir daheim waren. Aber alles der Reihe nach.

Morgens um 07:00 erstmal Fahrraeder ausleihen, die besser waren, als erwartet. Mit schoenem Koerbchen vorne dran, und wir mit Wasser und 2 Baguettes bepackt – auf in den Kampf. Gestern haben wir ja mit dem Tuktuk die kleine Tempelrunde gemacht, und heute ist die grosse dran. Warum wir 2 verrueckten ausgerechnet diese Reihenfolge gewaelt haben, ist uns selbst schleierhaft. Aber so solls eben sein, wir wollen uns SCHINDEN. Sind also los, und irgendwann sind wir auch zu den Bereichen gekommen, an denen wir gestern noch nicht waren. Es war super angenehm zu radeln, durch Alleen, Dschungel und schoene schattige Strassen. Hin und wieder kam wieder ein beeindruckender Tempel und wir sind stehen geblieben und haben ihn uns angeschaut. Langsam wurde es auch waermer und wir sind immer gerne wieder mit den Fahrraedern losgefahren, damit es uns wieder kuehler wird (Fahrtwind). Irgendwann waren wir bei Tempel Nummer 4 (Indiana Jones!!) und uns war so affenheiss, dass wir eine kurze Pause gemacht haben. Aber der Weg ist ja schliesslich das Ziel, also weiter.

Das schlimmste Stueck war definitiv das letzte, 10km ohne Baeume – durch Brachland, in dem nicht  mal die Kuehe mehr was zum fressen finden und von den kleinen Kindern in ein grueneres Areal gebracht bzw. gezogen werden. Wenn die Kuehe schon gewaschen werden, kann man sich vorstellen, wie heiss es ist. Trotzdem war die Fahrt mit dem Fahrrad definitiv besser, als mit dem Tuktuk. Wir konnten alles viel besser und naher erleben, die Distanzen und wie es wohl war, vor 900 Jahren. Wir waren super froh, als wir im Hostel angekommen sind. Uns haben die, die es auch schon gemacht haben, leidvoll und bemitleidend angeschaut und wir sind sofort in den Pool zur Abkuehlung. Dort sind wir dann so lange geblieben, dass ich meine Fuesse noch nie so schrumpelig gesehen habe. Aber: wir waren wieder abgekuehlt und fit. Nur unsere 4 Buchstaben schmerzen…

 

Den Nachmittag am Pool verbracht, und abends in die Stadt. Dort haben wir uns zum Siem Reap Abschied noch eine 30minuetige Fussmassage gegoennt und Stephan hat sich ein Paar Nikes gekauft, sehen top aus und made in China, also kein Problem fuer den Zoll. Unsere Tempelzeit ist hiermit vorbei, es hat sich sozusagen ausgetempelt. Morgen noch einen ruhigen Tag in der Stadt, mit Fruehstueck in einem Cafe-Tip von einer Freundin von mir aus Saigon, bisschen bummeln und am Pool entspannen, bis es dann abends nach Bangkok geht.

Naechster Stop: (mal wieder) BANGKOK!

 

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Nächster Stop: Tempel in Angkor

 

Wir sind bereit. Um 16:30 ging es mit dem Tuktuk zum ersten Mal zu den großen Tempeln, auf die ich mich seit sehr langer Zeit freue!! Wir haben eine Sonnenuntergangstour gebucht und sind dann los zum Ticketkaufen. Da wir drei Tage gekauft haben, haben sie sogar ein Foto von uns gemacht – wunderbar hässlich, aber auf das Foto schauen sie eigentlich eh nicht. Dann nach erfolgreichem 80$ Shopping (dafür hätten wir 10 Bayerntrikots für Kinder bekommen…), durften wir passieren.

Erste Station: Angkor Wat. Ihn kennt man von den ganzen Fotos und es waren sooooo viele andere Touris dort. Haben uns dort umgeschaut und es war sehr schön, allerdings nicht ganz so bombastisch (wie angenommen). Leider konnten wir auf den Wat selbst auch nicht mehr hochsteigen, weil der nur bis 17:30 aufhatte. Dann wieder raus aus der Anlage und die große Aufgabe des: wie finden wir unser Tuktuk wieder geginnt. Er meinte, dass er im Schatten wartet (4 Plätze sind in Frage gekommen). Summasummarum, nach einer Stunde waren wir extrem genervt und beinahe so weit, dass wir ein anderes genommen hätten. Ich bin dann noch eine letzte Runde gegangen und im habe ihn DOCH entdeckt. Der letzte am Platz, war ja auch fast kein Touri mehr da. Unsere Stimmung war leicht unterkühlt.

Wieder im Hostel erstmal in den Pool -abkühlen. Dann in die Stadt und bisschen einkaufen, herumlaufen und bummeln. Siem Reap ist eine so unheimlich krasse Touristadt. Überall wird man angelabert und die Menschen sind ziemlich penetrant. Kein Wunder, vor einigen Jahrzehnten haben hier 20.000 Menschen gewohnt, jetzt sin d es 400.000! Dann haben wir noch eine besonders amüsante Erfahrung gemacht. Wir sind zur 30min Massage für 3$ und wurden von einem, meiner Meinung nach 10-jährige Mädel und einem Typi massiert. Sie ist mit ihren beiden Händen halb um meine OberARME gekommen, sie hatte solche Minihände und hätte eine Freundin von meinem jüngsten Cousin sein können. Im Endeffekt war sie 20, nach eigenerAussage. Stephan meinte außerdem, dass er in Kambodscha niemals Barkeeper sein könnte, er würde 30-jährige nach dem Ausweis fragen! Die Massage war ok, nichts besonderes aber woher das Mädel die Kraft hatte, ich weiß es nicht…….


Erster richtiger Tag Tempel

Um 07:00 los und dann die Hauptattraktionen abklappern. Und es war beeindruckend, gigantisch und riesig. Dschungel, angelegte Wasserbecken, Alleen, Tempel, Buddhastatuen, Geröll und Bäume!

Unser Fahrer hat uns einmal komplett rum gefahren und immer brav gewartet, dieses Mal haben wir ihn jedes Mal sofort gefunden (gestern haben wir ihn auch echt geschimpft. Wir waren an Schauplätzen von Indianer Jones und Tomb Raider, und waren echt froh, dass wir doch noch dort angekommen sind, was wir sehen wollten. 

Die Tempel sind teilweise extrem gut erhalten, manchmal komplett zerstört und fast überall kann man Gesichter in den Steinen entdecken, jeder Baustein ist zusätzlich geprägt. Entweder mit Shiva oder einem Blumenmuster. Am besten haben uns aber die kleineren Tempel gefallen, also nicht die „Hauptattraktionen“. Wenn weniger Leute dort sind, macht es einfach viel mehr Spaß. Die Wege waren sehr weit, man musste vom Tuktuk immer erst zum Tempel laufen, DURCH den Dschungel. 

 

Nach dem letzten Tempel waren wir platt, aber es war erst 11:45, 4,75h Tempeln kostet einen ganz schön Energie! Haben zum ersten Mal seit Tagen wieder etwas gegessen. Geschafft haben wir die Portion nicht, aber es wird! 

 

Nächster Stop: Koh Rong Teil 2

Koh Rong hat uns mit seiner Schönheit so umgehauen, dass wir uns irgendetwas eingefangen haben und einen ganzen Tag knocked-Out waren. Wir wissen nicht, was wir falsches gegessen haben, es könnte die Pizza gewesen sein oder aber auch ein geeister Kaffee. Da wir es eh nicht herausfinden werden, akzeptieren wir das jetzt einfach mal so. 

Die Nacht im Baumhaus war dementsprechend nicht so bombastisch und die wackelige Treppe in unser „Badezimmer“ – Freiluft ohne Klospühlung versteht sich, hat die Nacht besonders anstrengend gemacht. Demnach haben Stephan und ich auch nicht viel geschlafen. Irgendwie haben wir unsere Sachen gepackt und sind in unser Bungalow in der selben Anlage umgezogen. Das war wirklich eine Weise Entscheidung, denn die Bungalows sind alle auf Steltzen gebaut und wackeln bei Bewegungen innen, als auch vom außen (Wind). Wenn einem eh schon schlecht wie nochmal was ist, ist es nicht fördernd, wenn die Hütte unter einem auch noch schaukelt. Stephans Kommentar zum Baumhausschlafen: „NIE WIEDER!“ . Mal sehen, wenn es uns gut gegangen wäre, dann hätten wir es sicher genossen. 

Der Bungalow ist wunderschön und richtig nobel: mit Bad ohne Freiluftaussicht und Klospühlung, sowie Glastüren und Terrasse. Gleicher Preis, aber die Leistung stimmt in diesem Fall wirklich. Die Anlage, in der wir sind, ist ab vom Schuss am Ende des Partystrandes und somit echt angenehm ruhig und das Restaurant dazu hat wunderschöne Sitze am Wasser und so eine Art Couchlandschaft, wo man essen und trinken kann. Nachdem wir den ganzen Tag nichts gegessen haben, sind wir abends dann doch noch ins Restaurant: Cola für Stephan und eine Nudelsuppe für mich. Dort haben wir ein supernettes Pärchen aus München kennengelernt, die auf Hochzeitsreise sind und eigentlich Vietnam gebucht haben – aber sich kein Cisum davor besorgt haben und in München dann nicht in den Flieger gelassen wurden. Super Hochzeitsreise! Wir haben echt gelacht und mittlerweile können sie es auch. Für 1000€ haben sie umgebucht und lassen Südvietnam aus und machen dafür nochmal Kambodscha. Sie waren vor 2 Jahren schon mal hier und meinten, dass sich die Insel extrem verändert hat. Viel kommerzieller, dreckiger und mehr Partyvolk. Die große Frage ist die Zukunft der Insel, angeblich sind große Hotelsanlagen geplant. Dafür müssten sie aber erst einmal eine Straße bauen, bisher gibt es nur einen Trampelpfad Und den Wasserbüffel, der einen Karren zieht. 

Alles in allem war die Insel sehr teuer für kambodschanische Verhältnisse aber sehr, sehr schön. Das Essen war sehr westlich und Unmengen an Rucksacktouris findet man hier, wir sind uns sicher, dass wenn wir in 10 Jahren wieder herkommen würden, dann würden wir die Insel nicht wiederkennen. 

Nächster Stop: Battambang 

Nächster Stop: Koh Rong

Wir sind luxuriös mit einem Minibus von Phnom Penh hergekommen und haben problemlos die schnelle Fähre erwischt. Es gab zwei Möglichkeiten für die Fähre: eine billige (3h) und eine teure (45min). Da wir noch keine Unterkunft hatten, haben wir uns für die schnelle entschieden. Zuvor am Fesrland haben wir schon nach Unterkünften geschaut, aber es war alles ausgebucht. Viele „Ressorts“ haben eine Niederlassung am Pier auf dem Festland, dort haben wir nach gefragt, aber keine hatte etwas frei.

Aug gut Glück mussten wir zwar ziemlich herumlaufen, haben aber sowohl für die erste Nacht, als auch die zweite und dritte dann etwas gefunden. Die erste Nacht sind wir in einem Guesthouse mit 10 Zimmern geblieben und hatten sogar unser eigenes Badezimmer. Luxusstatus: 1,5/5. Stephan konnte die Nacht über nicht richtig schlafen, weil asiatische Gockel ab 02:00 nachts zum krähen anfangen und er trotz Oropax einfach nicht zur Ruhe gekommen ist, er war auch sehr viel früher wach als ich und hat gelesen. Lange kann man hier eh nicht schlafen, weil es laut und warm wird. Die Zimmer haben nämlich nur Wände, die 3M hoch sind. Der Dachstuhl ist offen und so kann man alles aus jedem Zimmer hören.

Der Hauptpier auf der Insel besteht aus drei kleinen Anlegestellen und ca 20 Guesthouses und unten immer Restaurants, Bars bzw. Cafés. Das erschreckende ist, dass auf der Insel 90% der Gastronomie und Hotellerie in Westlerhand ist. Wem sie tatsächlich gehören weiß ich nicht, aber die Kellner sind alle weiß. Manchmal gibt es kleine Baulücken und dort leben dann Kambodschaner und es ist unfassbar dreckig. Generell heißt es, dass Kambodscha noch nicht einmal ansatzweise so weit ist, dass sie auf ihren eigenen Müll achten würden. Die Touristen werfen alle ihren Müll sonstwohin und verschmutzen die Umwelt- das ist der allgemeine Tenor, aber das Gegenteil ist der Fall. Wir suchen nach nicht vorhandenen Mülleimern und würden nie auf die Idee kommen, alles ins Meer zu werfen.

Der Durchschnittsgast auf Koh Rong ist etwa in meinem Alter, vielleicht bisschen älter, und auf großer Reise. Sehr, sehr viele Rucksäcke und Bier, wohin man auch schaut und das erschreckende ist, dass kaum asiatische Touristen hier sind. An Strände gehen sie sowieso weniger, aber trotzdem sieht man normalerweise gelegentlich welche in den Restaurants. Hier sind wir in der weißen Welt.

Die Insel an sich ist voll mit Dschungel und wunderbaren Ständen, komplett weiß und superblaues Wasser. Es war eine sehr weise Entscheidung hierher zu kommen. Stephan gefällt es auch total und wir genießen es, einfach nur am Strand zu sitzen und auf das Meer rauszuschauen.

Die zweite Nacht haben wir im Baumhaus verbracht und am Abend haben wir Pizza gegessen, die ehemaligen Eigentümer von unseren Bungalows waren Italiener und haben einen Steinofen gebaut. Die Pizza ist sogar richtig bekannt und wir haben uns natürlich eine bestellt. Sie war wirklich sehr lecker und Vollmond war noch dazu. Um 22:30 wurde der Strom abgestellt und somit war kein Lesen mehr angesagt, sondern schlafen. Leider hat die Nachtruhe nicht lange gehalten. Wir denken, dass die Pizza schlecht war. Keine näheren Ausführungen, aber summasumarum: wir sind komplett kO und ziemlich geschwächt.

Das Baumhaus war der Wahnsinn, auf 4 Grundpfeilern gebaut, hat es gewackelt, als wir auch nur vom einen Bein aufs andere gewechselt haben. Anfangs war es schwierig, damit man sich an das Gefühl des ständigen Wackelns gewöhnt, aber der Wellengang nur 2 m entfernt war der Wahnsinn.

 

Heute ziehen wir in ein Bungalow um, das war von Anfang an so gedacht und ist bestimmt auch besser so, dort wackelt es nicht zusätzlich noch.

Gestern sind wir ein bisschen die Insel erkunden gegangen und haben einen schönen , weißen Strand entdeckt, traumhaft. Kaum Leute aber viele Bauarbeiten, überall auf der Insel wird gebaut und neue Bungalows entstehen. Momentan gibt es aber noch nicht eine Straße, nur Trampelpfade und einen einzigen Wasserbüffel, der den Lastenkarren am Strand ziehen kann. Nachher holen wir uns noch unsere frisch gewaschene Wäsche ab und buchen das Bustickets für morgen Abend nach Battambang. Es wird ein Nachtbus, mein erster Kambodschanischer (:

 

Nächster Stop: Phnom Penh Teil 3

Heute waren wir kulturell unterwegs. Nach feudalem Frühstück in einem Restaurant mit Bäcker und Fleischer inklusive, sind wir mit dem gemieteten Tuktuk zu den Killing Fields gefahren. Dort haben die roten Khmer tausende von Menschen umgebracht. Als sie in den 70ern an der Macht waren, haben sie 3 von 8 Millionen Kambodschanern umgebracht und den Rest aus den Städten in die Dörfer vertrieben. Dort sollten sie Landswirtschaft betreiben, denn der kommunistische Führer war nur an Landwirtschaft interessiert.

Stephan und ich haben uns sehr an die Nazis erinnert, aber hier schien das noch viel schlimmer gewesen zu sein. Ein Foto zeigt einen Baum mit Armbändern. Dort haben die Aufseher Babys am Fuß fassend so lange mit dem Kopf gegen den Baum geschlagen, bis sie tot waren. Danach wurden sie gleich nebenan in eine Kühle geworfen – sie haben es tausende Male wiederholt… Das ist so extrem, dass man es kaum glauben mag. Zusätzlich sind immer wieder Schädel und übrige Klamotten ausgestellt, die von den Leichen stammen. Überall auf dem Gelönde sind Massengräber und in der Monsunzeit werden regelmäßig neue Überbleibsel ausgespült. Es gab sogar Schilder, dass man nicht auf Knochen steigen soll!!

Das Museum danach war langweilig, bin aber mit meinem vietnamesischen Studentenausweis umsonst reingekommen, obwohl sie mich sehr komisch angeschaut haben.

Danach Russenmarkt, ein paar Souvenirs kaufen und dann endlich Essen. Sehr sehr lecker, noch dazu waren wir in einem gemeinnützigen Restaurant, ich hatte eine phantastische Platte „Libanon“, Stephan hat Khmer Nudeln gegessen. Heute war es ihm fast zu heiß und er ruht sich gerade im Hotel aus, während ich zum WLAN ggü gegangen bin.

Heute ist unser letzter Abend in der Stadt und wir haben heute die ärmste Gegend überhaupt gesehen (auf dem Weg zu den Killing Fields), und Bentleys und Q7!!! Dieses Land polarisiert, wie kein anders. Die Hauptstadt it’s Stephan Und Mir send ans here gewachsen. Sehr empfehlenswert.

 

Nächster Stop: Sihanoukville oder koh Rong!

naechster Stop: Phnom Penh Teil 2

Stephans Vorschlaege fuer den Blogeintrag: Hitze, Schmelzen vor Hitze, cooler Markt und krasser Tempel. Ich formuliere das jetzt ein wenig um, aber in etwa trifft es es ziemlich genau.

Morgens sind wir losgezogen, um etwas gutes zum Fruehstuecken zu finden. Leider haben wir etwas suchen muessen, da wir die Cafes vom Abend davor nicht mehr gesehen/ erkannt haben. Das ist nachts doch immer einfacher und dann sind wir ein bisschen im Kreis gegangen, wurden aber fuendig. Das Cafe hiess Brown und gibt es viele Male in PP. Stephans Schokomuffin hat nach nichts geschmeckt (mein er), dafuer war seine Schokolade mit Eis auf Starbucksniveau. Danach sind wir vom Zucker gestaerkt dann aufgebrochen in Richtung Central Market. Der Weg ist das Ziel und so sind wir schwitzend in den Norden der Stadt gelaufen.

Vorbei an Kirschbaeumen (sah zumindest so aus) und Botschaften, sind wir dann irgendwann am Markt angekommen. Immer wieder wurden wir gefragt, ob man uns helfen kann und ob wir den Weg wissen. Ich war anfangs immer skeptisch, aber die Menschen hier scheinen wirklich freundlich zu sein – ganz anders als in Vietnam. Dort wuerde man mich gerne ausrauben und keiner wuerde erst auf die Idee kommen zu helfen.

Am Markt selbst war es auch recht ruhig, hin und wieder wurden wir gefragt, ob wir nicht ein Tshirt kaufen wollten, aber auch hier nicht penetrant. Eine Sache ist penetrant: „Tuktuk??“, das wird man immer und ueberall gefragt, aber wenn man nein sagt, dann lassen sie einen auch meistens in Ruhe. Wir sind durch den Markt spaziert, dort drinnen hat es nur 28 Grad gehabt und war eine willkommene Abkuehlung. Irgendwie haben sie es auch geschafft, dass dort ein bisschen ein Zug herrscht und es war wirklich angenehm.

Dann sind wir weiter zum Mittagessen ans Wasser. Stephan hat sich fuer Sandwich, ich mich fuer Amok entschieden. Amok ist ein kambodschanisches Curry mit Fisch und unglaublich lecker. ENDLICH bin ich wieder in einem Curryland! Generell ist das Essen aber auch sehr westlich und es gibt immer asiatisches und westliches Essen in den Restaurants.

Richtig schlimm ist die Situation mit den Strassenkindern. Im Restaurant kam ploetzlich ein Junge und wollte Stephans Fantadose. Er hat sie mitgenommen und erstmal ausgetrunken (war nur noch ein bisschen etwas drinnen) und hat die Dose dann evtl. wegen dem Pfand mitgenommen. Es gibt so unglaublich viele Kinder, die barfuss und dreckig auf der Strasse herumlaufen. Sie betteln, selbst die ganz kleinen und wir sind immer hilflos, wie wir reagieren sollen…

Zu Fuss sind wir zum Wat Phnom gegangen, mit Hilfe eines geeisten Mokkas auch erfolgreich, und haben uns den Geburtsort der Stadt (Phnom Penh = Huegel Phnom) angeschaut. War aber nichts besonderes, dafuer habe ich ein sehr schoenes Foto von zwei Strassenkindern gemacht – sie geben sich gerade ein Bussi.

Dieses Mal hat uns ein Tuktuk zum Koenigspalast gebracht und dort wurde ich Opfer von Kaufwut der Kambodschaner, ich durfte mir nicht mein anderes T-Shirt um die Schultern binden. Stephan hat mir dann sein wunderbar durchgeschwitztes Tshirt gegeben, dafuer hat er ein WUNDERSCHOENES Royal Palace Shirt fuer 3$ angezogen. An mir haette es noch viel, viel schlimmer ausgesehen. So haben wir dann den Tempel und den Koenigssitz erkundet. Stephan fand es super genial schoen (sein erstes Mal in einem Khmer und Siamtempel) und ich fands es auch echt interessant. Durch die Silberpagode sind wir ebenfalls durch, dort ist jede „Fliese“ aus Silber und wiegt 1kg. Man darf eigentlich nicht darauf rumlaufen und deshalb ist die Pagode zu 99% mit Teppich auslegt. Man merkt aber, wenn man durchlaeuft, dass man auf verschiedenen Steinen laeuft.

KOMPLETT kO sind wir dann mit dem Tuktuk ins Hostel, und gleich weiter ins Cafe. Denn das Wifi im Hostel ist astronomisch schlecht und Stephan wollte sich seinem Jetleg nicht ergeben und ich wollte mal wieder Tagebuchschreiben. Gesagt getan, Stephan hat dann noch bisschen geskypt, ich geduscht und danach sind wir pompoes mexikanisch essen gegangen. Beide ziemlich kO und schwitzend noch eine Doku ueber Angkor Wat angeschaut und dann recht frueh ins Bett. Die Sonne hat uns fertig gemacht. 35 Grad – 13h lang.

 

 

Nächster Stop: Phnom Penh (Kambdoscha)

Was für ein Tag. Man mag es nicht glauben, aber Vietnam bringt mich dann manchmal doch noch an den Rand des Wahnsinns. Heute morgen um 09:30 Uhr war die Übergabe der Wohnung mit meinem Vermieter angedacht. Habe das zwei Tage vorher mit ihm ausgemacht und Stephan und ich waren mit dem Frühstück ein bisschen spät dran und deshalb (dachte ich) ist es mir ganz recht, wenn er ein bisschen später kommt. Leider wurde aus 09:30 dann 10:15! Nach sieben Mal anrufen, hat er mich dann auch tatsächlich zurückgerufen. „Sorry I forgot.“ Ich war auf 540! Unser Bus nach Kambodscha ging um 11:00 und ich habe schon heftig geschwitzt. Stephan war mein Ruhepol (zum Glück)!

Sie kamen dann tatsächlich, mein Vermieter und seine Frau. Man muss sagen, dass die Frau immer ekelhaft war und im letzten halben Jahr immer wieder Probleme gemacht hat. Nachdem wir quasi nur 5 min Zeit für die Übergabe hatten, sind wir demonstrativ gestanden und haben einen leicht genervten Eindruck gemacht. Innerlich bin ich fast explodiert, als sie die Rechnungen für jeden Monat sehen wollten (Wasser und Strom). Habe das meinem Vermieter nämlich vor 5 Tagen schon alles gezeigt. Naja, was solls. Die Dame hat dann angefangen Suppenschüsseln zu zählen, aber dann kam von ihm ein “ You can leave.“

So schnell waren wir noch nie im Taxi, ab zum Bus. Abfahrt 10:25, Treffpunkt 10:45!! Wir haben es geschafft. Dann klingelt mein Handy, wo denn Carlos Schlüssel sind? Uff, gute Frage… Aber mittlerweile denke ich mir, dass er sie mitgenommen hat. Ich hätte dran denken können, habe ich allerdings nicht und ich muss ehrlich sagen: es ist mir schnurzegal. Habe Carlos geschrieben und er soll sie zurück schicken, ist nicht mein Problem.

Pünktlichst auf die Minute ankommen und der Bus ist auch sage und schreibe 7 Minuten nach der festgesetzten Zeit losgefahren! Tom und ich haben teilweise 2h gewartet und kaum ist Stephan dabei, ging es reibungslos. Unser Bus ist auch okay, ein Sitzbus mit Fußteil. Der erste Teil der Reise ging problemlos, auch die Grenze war superschnell. Ausgereist aus Kambodscha, wieder in den Bus rein, 200m weiter und wieder aussteigen – im Kambodscha einreisen.

Die Straßen in Kambodscha sind deutlich schlechter, viel mehr Schotter und Sand. Und jetzt ging dann auch unser großes Abendteuer los. Wir sind eine Stunde nur gestanden, in einem richtig armen Dorf – gewartet auf die Fähre. Dort war absolutes Chaos und nichts ging mehr. Zwei Verkehrspolizisten haben den Verkehr „geregelt“. Ihre Uniform sah aus wie von der SS (Zitat Stephan) und da standen wir dann. Vor uns LKW und Autos und irgendwo wollte auch ein Rettungswagen mit Blaulicht durch. Es ging nichts.

Dann kam der Busbegleiter und hat von jedem Fahrgast 1$ eingesammelt um die Polizisten zu schmieren, um einen anderen Weg fahren zu können. Wir sind auf Sandstraßen IRGENDWO gefahren, überall Hütten und dann sind wir am Wasser angekommen. Ziel ist eine Fähre, die uns auf die andere Seite bringt, bisherige Reisezeit: 07:18h.

 

Irgendwann ging es dann doch weiter und wir sind über den Fluss gekommen, das hat auf der Minifähre aber nur 10min gedauert. In der Ferne hat man eine Brücke gesehen und ich bin mir sicher, dass man dort auch hätte fahren können, nur hätte es wieder Maut gekostet. Die Busfahrer hier haben eine generelle Abneigung gegenüber Maut und fahren lieber 3h länger durch die Pampa.
Nach weiteren Stunden, die jedoch für Stephan wie im Flug vergangen sind: er war ganz gebannt vom Jackie Chan Film (von 197x!!). Dieser Film hat besonders die Asiaten erfreut, die bei uns im Bus gesessen sind. In den ersten Stunden der Busfahrt gab es afroamerikanische Musikvideos aus den 80ern für uns, danach abwechseln vietnamesische Kampffilme und eben Jackie Chan. Alles in einer unglaublichen Lautstärke und besonders angenehmen Atmosphäre.
Mit dem Tuktuk zum Hostel, dass ein kleines Partyhostel war – unser Zimmer ist genau an der Rooftopbar, aber um 12 war die Musik aus. Nachdem wir gegessen haben (fast verhungert wir 2), sind wir abends noch los und haben uns die Stadt bei Nacht bisschen angeschaut.
Wirklich enorm riesige Straßen prägen das Stadtbild, Monumente und Statuen. Sind um den Königspalast rum, der war aber zu und sind dann am Wasser entlangflaniert. Auch das Flussbett ist riesig und da gerade niedriger Wasserstand ist, hat das auch enorm ausgesehen. Wir sind gespannt, wie es tagsüber aussieht.
Nach einem Bananashake& Bier sind wir mit dem Tuktuk wieder nach Hause und haben gut geschlafen.
Generell kann man sagen, dass Kambodschaner anders aussehen, als Vietnamesen (Stephan meint viiiiiiiel besser!) und die Sprache klingt auch eher nach Thai. Der Verkehr ist ein Bruchteil von Saigon und es gibt kaum Taxis, nur Tuktuks. Wir haben das gestern Abend sehr genossen, weil es unglaublich heiß ist – auch nachts um 23:00 hatte es über 30 Grad. Man kann mit USD zahlen, bzw. Sagen wir es anders, jede Rechnung kommt in USD und wenn man in Riel zahlen möchte, dann muss man extra nachfragen. Das ist schon komisch…
Mal sehen, was die Stadt zu bieten hat, wir freuen uns drauf. Was WIFI im Hostel ist furchtbar schlecht, deshalb vorerst keine Bilder. Und plötzlich ging es doch!