Autor: lisaliliencron

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Israel

Ein neuer Blog-Post, dieses Mal war ich in Israel.

 

Zusammen mit meiner Freundin Caro aus Berlin ging es nach Israel. Unsere Stationen waren:

  • Tel Aviv
  • Jerusalem
  • En Boqeq (Totes Meer)
  • Mizpeh Ramon
  • Midreshet Ben-Gurion (Wein-Farm)
  • Eilat (Rotes Meer)
  • Tel Aviv & Jaffa

Wir haben uns in Istanbul am Flughafen getroffen und sind dann komplett ohne Probleme nach Israel geflogen. Wir wurden bei der Einreise nicht befragt, haben unseren Einreisestempel nicht in den Pass bekommen, sondern eine Art Einreisekarte. Bei der Ausreise bekommt man eine Ausreisekarte, die ersetzt ebenfalls den Stempel, dies ist notwendig, weil man sonst nirgends sonst mehr rein kommt: Ägypten oder VAE.

 

Die erste Nacht haben wir in einem Hostel in Tel Aviv verbracht, am Morgen darauf haben wir gleich unseren kleinen Mietwagen abgeholt und sind nach Jerusalem gefahren. Dort haben wir 2 Nächte verbracht und es war sehr beeindruckend dort. Gefühlt haben alle Leute einen Knall, es gibt fanatische Christen (man kann sich ein Holzkreuz ausleihen und den Kreuzweg ablaufen), die streng orthodoxen Juden und die vielen Moslems im palästinensischen Bereich der Stadt. Wir sind sehr viel herumgelaufen, es ist unfassbar heiß gewesen. Die Stadt ist voller Touristen und gleichzeitig wohnen dort erstaunlich viele Einheimische. In die Al-Aqsa Moschee sind wir leider nicht reingekommen, wegen dem Ramadan.

An der Klagemauer haben wir die vielen Frauen beobachtet, die meisten davon streng-orthodox oder Touristen. Es gibt erstaunlich viele schwarze Juden, was mir garnicht bewusst war. Die strengen Juden haben mindestens 6-8 Kinder und man fängt dort mit ca. 16 Jahren mit dem ersten Kind an. Demnach sind die Frauen noch sehr jung, wenn sie alle ihre Kinder haben, sehen aber aus wie Mitte 50…

Das Leben ist dort ein ganz anderes, im moslimischen Viertel ist es dreckig und es stinkt, alle Märkte findet man hier. Im jüdischen Viertel ist alles ultra sauber und gepflegt, es gibt aber kaum Läden. Den christlichen Teil nimmt man kaum war, es gibt allerdings noch eine Unterscheidung: die armenische Kirche hat dort ebenfalls Kirchen; genauso die orthodoxen Christen aus Russland und Griechenland. Alle sind vertreten.

Auf den Ölberg haben wir uns ebenfalls gequält, dort oben ist der größte und älteste Friedhof jüdischen Glaubens, man hat eine schöne Aussicht auf Jerusalem. Jerusalem ist die Hauptstadt Israels, zumindest für die Israelis. Kein Land der Welt hat die Stadt allerdings als Hauptstadt anerkannt, der Grund warum alle Botschaften in Tel Aviv sind.

Von den Spannungen im Land bekommt man nur in Jerusalem etwas mit, viel Militär ist in der Altstadt unterwegs und „bewacht“ die Stadt. Den Nutzen kann man hier stark in Frage stellen…

 

Nächster Stop: Totes Meer. Das Wasser ist so extrem salzig, dass es auf den Lippen brennt. Verrückt ist wirklich, dass man schwebt. Beim Versuch brustzuschwimmen, sind mir immer meine Füße abgehauen und ab in die Luft. Es wirkt, als würde man „trockenschwimmen“. Es war wieder extrem heiß und hier haben wir zum ersten Mal bemerkt, dass Israelis nicht in die Sonne gehen, wenn sie am Strand sind. Es gibt immer überdachte Bereiche, da es einfach extrem heiß ist. Das Tote Meer liegt bereits in der Bersheva-Wüste.

Morgens gg. 08:30 sind wir auf die Festung Masada gewandert. Es gibt auch eine Gondel, aber das war für uns  keine Option, wir beide wären aber fast umgekippt. Es war unerträglich heiß und oben angekommen, musste wir erstmal eine Pause einlegen. Wir haben mehr erwartet, es ist die Festung Herodes, angeblich ca. 2000 Jahre alt. Ich glaube das weniger, da Restaurierungsteams unterwegs waren und genau die Mörtelfarbe  dabei hatten, welche die angeblichen Ruinen hat.

Eine Nacht in der Lehmhütte mit Alpacagestank hat uns recht schnell weitergetrieben.

Ein Ausflug ans Rote Meer nach Eilat hat uns den ersten Strandtag beschert. Wir sind ca. 2,5 Stunden an der jordanischen Grenze entlang nach Eilat gefahren, ging problemlos und wir haben die verschiedenen Facetten der Wüste gesehen, sehr beeindruckend! Das rote Meer ist hingegend nicht der Burner, einfach ein übervolkerter Stand mit viel zu vielen Russen.

In der Weinfarm, die ca. 6000 Flaschen pro Jahr herstellt und mitten in der Wüste ist, haben wir beschlossen, dass wir keinen israelischen Wein mögen. Zu süß, zu rot und zu viel Sulfate. Die Unterkunft war mit Abstand die teuerste aber auch schönste, wir konnten uns richtig erholen.

Wir waren in einem Nationalpark wandern, riesige Felsformationen und eine Oase!

Danach ging es zurück nach Tel Aviv – den großen Hype um die Stadt können wir nicht wirklich verstehen. Die Trendviertel sind cool, aber nicht weltbewegend. Der Strand ist richtig schön, allerdings mitten in der  Stadt. Es hat mich sehr stark an Nizza erinnert. Die Altstadt ist künstlich hochgezogen, damit die Touristen auch etwas „altes“ finden. Schwierig bei einer Stadt, die 1906 gegründet wurde.

 

 

Insgesamt war es unglaublich beeindruckend, wir mussten viel nachlesen und nachschlagen, haben viel diskutiert, unglaublich interessante Leute getroffen und ein Land gesehen, dass wohl niemals in Frieden leben kann.

Eine Reise wert für jeden, der Alternativtourismus liebt und nicht nur in Italien am Strand liegen möchte.

 

 

 

 

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wieder zuhause

Meine Reise ist zu Ende, wie man merkt, schreibe ich nicht mehr. Das liegt nicht daran, dass ich keine Lust mehr habe, sondern eher daran, dass ich ganz schön im Stress bin.

Ankommen und hallo sagen (obwohl ich immernoch nicht alle gesehen habe…), arbeiten und Wohnungssuche! Mal sehen, vielleicht wird es ja bald etwas mit meiner Wohnung in München – heute habe ich mir schon zwei angeschaut.

 

Soweit alles gut hier in Deutschland, es fällt mir aber schon schwer – Asien ist nicht Deutschland und mein Minikaff nicht Saigon!

naechster Stop: Siem Reap die GROSSE Tempelrunde

Wieder sind wir fleissig um 07:00 morgens gestartet, um uns den grossen Tempeln bei unter 30 Grad anzunehmen. Heute haben wir ausnahmsweise einen kleinen Fruehstuecksstop eingelegt, es gab sogar etwas zu essen fuer uns beide. Leider truebt der Schein und wir essen jetzt einfach, ohne Ruecksich auf Verluste. Wenn man sooooo einen extremen Plan fuer den Tag hat, dann muss man gestaerkt starten.

Wir haben es also getan. 37km bei ueber 30 Grad. Ich war noch nie so dreckig an den Fuessen, obwohl ich meine Birkenstock anhatte und Stephans Kommentar war: „Noch nie habe ich so lange gebraucht, um eine Hose auszuziehen.“. Ich erspare Details, es war EXTREM warm, weit und wir waren so unglaublich froh, als wir daheim waren. Aber alles der Reihe nach.

Morgens um 07:00 erstmal Fahrraeder ausleihen, die besser waren, als erwartet. Mit schoenem Koerbchen vorne dran, und wir mit Wasser und 2 Baguettes bepackt – auf in den Kampf. Gestern haben wir ja mit dem Tuktuk die kleine Tempelrunde gemacht, und heute ist die grosse dran. Warum wir 2 verrueckten ausgerechnet diese Reihenfolge gewaelt haben, ist uns selbst schleierhaft. Aber so solls eben sein, wir wollen uns SCHINDEN. Sind also los, und irgendwann sind wir auch zu den Bereichen gekommen, an denen wir gestern noch nicht waren. Es war super angenehm zu radeln, durch Alleen, Dschungel und schoene schattige Strassen. Hin und wieder kam wieder ein beeindruckender Tempel und wir sind stehen geblieben und haben ihn uns angeschaut. Langsam wurde es auch waermer und wir sind immer gerne wieder mit den Fahrraedern losgefahren, damit es uns wieder kuehler wird (Fahrtwind). Irgendwann waren wir bei Tempel Nummer 4 (Indiana Jones!!) und uns war so affenheiss, dass wir eine kurze Pause gemacht haben. Aber der Weg ist ja schliesslich das Ziel, also weiter.

Das schlimmste Stueck war definitiv das letzte, 10km ohne Baeume – durch Brachland, in dem nicht  mal die Kuehe mehr was zum fressen finden und von den kleinen Kindern in ein grueneres Areal gebracht bzw. gezogen werden. Wenn die Kuehe schon gewaschen werden, kann man sich vorstellen, wie heiss es ist. Trotzdem war die Fahrt mit dem Fahrrad definitiv besser, als mit dem Tuktuk. Wir konnten alles viel besser und naher erleben, die Distanzen und wie es wohl war, vor 900 Jahren. Wir waren super froh, als wir im Hostel angekommen sind. Uns haben die, die es auch schon gemacht haben, leidvoll und bemitleidend angeschaut und wir sind sofort in den Pool zur Abkuehlung. Dort sind wir dann so lange geblieben, dass ich meine Fuesse noch nie so schrumpelig gesehen habe. Aber: wir waren wieder abgekuehlt und fit. Nur unsere 4 Buchstaben schmerzen…

 

Den Nachmittag am Pool verbracht, und abends in die Stadt. Dort haben wir uns zum Siem Reap Abschied noch eine 30minuetige Fussmassage gegoennt und Stephan hat sich ein Paar Nikes gekauft, sehen top aus und made in China, also kein Problem fuer den Zoll. Unsere Tempelzeit ist hiermit vorbei, es hat sich sozusagen ausgetempelt. Morgen noch einen ruhigen Tag in der Stadt, mit Fruehstueck in einem Cafe-Tip von einer Freundin von mir aus Saigon, bisschen bummeln und am Pool entspannen, bis es dann abends nach Bangkok geht.

Naechster Stop: (mal wieder) BANGKOK!

 

Nächster Stop: Tempel in Angkor

 

Wir sind bereit. Um 16:30 ging es mit dem Tuktuk zum ersten Mal zu den großen Tempeln, auf die ich mich seit sehr langer Zeit freue!! Wir haben eine Sonnenuntergangstour gebucht und sind dann los zum Ticketkaufen. Da wir drei Tage gekauft haben, haben sie sogar ein Foto von uns gemacht – wunderbar hässlich, aber auf das Foto schauen sie eigentlich eh nicht. Dann nach erfolgreichem 80$ Shopping (dafür hätten wir 10 Bayerntrikots für Kinder bekommen…), durften wir passieren.

Erste Station: Angkor Wat. Ihn kennt man von den ganzen Fotos und es waren sooooo viele andere Touris dort. Haben uns dort umgeschaut und es war sehr schön, allerdings nicht ganz so bombastisch (wie angenommen). Leider konnten wir auf den Wat selbst auch nicht mehr hochsteigen, weil der nur bis 17:30 aufhatte. Dann wieder raus aus der Anlage und die große Aufgabe des: wie finden wir unser Tuktuk wieder geginnt. Er meinte, dass er im Schatten wartet (4 Plätze sind in Frage gekommen). Summasummarum, nach einer Stunde waren wir extrem genervt und beinahe so weit, dass wir ein anderes genommen hätten. Ich bin dann noch eine letzte Runde gegangen und im habe ihn DOCH entdeckt. Der letzte am Platz, war ja auch fast kein Touri mehr da. Unsere Stimmung war leicht unterkühlt.

Wieder im Hostel erstmal in den Pool -abkühlen. Dann in die Stadt und bisschen einkaufen, herumlaufen und bummeln. Siem Reap ist eine so unheimlich krasse Touristadt. Überall wird man angelabert und die Menschen sind ziemlich penetrant. Kein Wunder, vor einigen Jahrzehnten haben hier 20.000 Menschen gewohnt, jetzt sin d es 400.000! Dann haben wir noch eine besonders amüsante Erfahrung gemacht. Wir sind zur 30min Massage für 3$ und wurden von einem, meiner Meinung nach 10-jährige Mädel und einem Typi massiert. Sie ist mit ihren beiden Händen halb um meine OberARME gekommen, sie hatte solche Minihände und hätte eine Freundin von meinem jüngsten Cousin sein können. Im Endeffekt war sie 20, nach eigenerAussage. Stephan meinte außerdem, dass er in Kambodscha niemals Barkeeper sein könnte, er würde 30-jährige nach dem Ausweis fragen! Die Massage war ok, nichts besonderes aber woher das Mädel die Kraft hatte, ich weiß es nicht…….


Erster richtiger Tag Tempel

Um 07:00 los und dann die Hauptattraktionen abklappern. Und es war beeindruckend, gigantisch und riesig. Dschungel, angelegte Wasserbecken, Alleen, Tempel, Buddhastatuen, Geröll und Bäume!

Unser Fahrer hat uns einmal komplett rum gefahren und immer brav gewartet, dieses Mal haben wir ihn jedes Mal sofort gefunden (gestern haben wir ihn auch echt geschimpft. Wir waren an Schauplätzen von Indianer Jones und Tomb Raider, und waren echt froh, dass wir doch noch dort angekommen sind, was wir sehen wollten. 

Die Tempel sind teilweise extrem gut erhalten, manchmal komplett zerstört und fast überall kann man Gesichter in den Steinen entdecken, jeder Baustein ist zusätzlich geprägt. Entweder mit Shiva oder einem Blumenmuster. Am besten haben uns aber die kleineren Tempel gefallen, also nicht die „Hauptattraktionen“. Wenn weniger Leute dort sind, macht es einfach viel mehr Spaß. Die Wege waren sehr weit, man musste vom Tuktuk immer erst zum Tempel laufen, DURCH den Dschungel. 

 

Nach dem letzten Tempel waren wir platt, aber es war erst 11:45, 4,75h Tempeln kostet einen ganz schön Energie! Haben zum ersten Mal seit Tagen wieder etwas gegessen. Geschafft haben wir die Portion nicht, aber es wird! 

 

Nächster Stop: Siem Reap – die Hinfahrt 

Eine Busfahrt, die ist lustig… Und so weiter. Nach sehr viel Bus, haben wir uns für die abenteuerliche Reise mit dem langsamen Boot entschieden. Wir haben davor im Interner recherchiert und die Meinungen waren so ambivalent, dass man zu keinem Stimmungen Ergebnis kommen konnte. Zwei Jungs, die ich auf Koh Rong kennengelernt habe, waren hellauf begeistert von der Reise und haben es mir warmen Herzens empfohlen.
Also gestern Abend die Tickets gekauft, die bisher der teuerste Transport überhaupt waren und los gehts am nächsten Tag um 07:00

Die erste Stunde ging ganz gut. Wir waren mit ca. 8 anderen Weißen und ein paar Kambodschanern an Bord und sind langsam losgetuckelt. Momentan ist absolute Trockenzeit und der Wasserstand extrem niedrig, was auch unsere größte Sorge war. Langsam aber sicher kamen wir in sehr seichtes Gewässer und ständig blieben wir stecken. Dann musste der Bootsjunge entweder ins Wasser springen und anschieben oder mit einem langen Brett so lange rumwerkeln, bis wir wieder frei waren. 

Der Weg führte uns gefühlte Ewigkeiten durch Brachland, schwimmende Dörfer, vorbei an den ärmsten Menschen, die man sich vorstellen kann. Vorbei an Grundschulen, schwimmenden Moscheen und Kirchen, schwimmenden Supermärkten, Zucchinifeldern, Reisfeldern, und noch unzähligen anderen Dingen. 
Stephan konnte bald nicht mehr sitzen, die Bänke waren sehr sehr einfach und hart und die Vibration vom Motor machte es nicht besser. Ich konnte irgendwann schlafen, ausgestreckt über 2 Bänke und dem Kopf auf einer Schwimmweste… Mein Buch habe ich auf Koh Rong ausgelesen, den Stern auch und so war ich quasi „literaturlos“. Wollte mir in Battambang noch eins kaufen, haben aber keinen Buchladen mit englischen Büchern gefunden. 

Die Fahrt hat ECHT lange gedauert. Sind pünktlich um 07:00 los mit einer kurzen Pause um 11:15-11:30. angekommen in Siem Reap sind wir dann gegen 18:30 – eine Reise von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Leider sind wir auch im nichts angekommen und mussten noch 35 min mit dem Tuktuk in die Stadt fahren. Stephan ist vollkommen fertig und leider haben wir auch unser Hostel nicht gefunden. Es ist ganz neunund niemand kennt es. Eine super Liebe Kandierin hat uns dann gerettet, am Hotel angerufen und uns abholen lassen. Falls also jemand etwas an ihre NGO spenden möchte, Daten werden bald bekannt gegeben. 

Ob ich es nochmal machen würde, ich weiß es nicht, denke aber tendenziell schon. Waren mit Wasser, Baguettes, Bananen und Keksen ausgestattet. Gebraucht haben wir aber fast nur das Wasser und Baguette. Es war wieder mal unbeschreiblich heiß und ohne Fahrtwind, unerträglich. 

Die Armut war auf diesem Teil unserer Reise allgegenwärtig, aber trotzdem haben alle Menschen gelacht und jedes Kind hat gewunken und schienten wirklich glücklich zu sein. Man muss also nicht immer alles haben, die Kinder hier wissen (zum Glück) nicht von der Welt da draußen und deren Eltern haben als Hauptsorge die Familie zu ernähren… 

Unsere Schiffsschraube wurde mindestens 4x gewechselt und jedes Mal haben wir einfach gehofft, dass es irgendwie weiter geht, helfen hätte uns nämlich dort keiner können… Einmal sind wir dann 10min auf einem der weltgrößten Seen herumgeschwommen, während unsere beiden Bootsmänner ein Stück Bambus mit einer Minimachete zurechtgehackt haben und es IRGENDWO im Motorraum verbaut haben. Ich bin kein Bootsmotorspezialist, aber komisch war das allemal. 

Stephan hat gefühlte 300 Seiten in seinem Zwergenmeisterwerk gelesen und ich Zeit gehabt, einige Nachrichten an alte Freunde vom Studium zu schreiben, sowie die beiden Blogartikel und mein Reisetagebuch. 

Wir sind am vorletzten Stop unserer wunderschönen, aber anstrengenden Reise angekommen und hoffen auf Zivilisation, Hygienestufe > 3/5 und sauberes, fließendes Wasser, sowie die beeindruckenden Tempel von Angkor Wat, einem der neuen Weltwunder. 

Nächster Stop: Battambang

Was zum Teufel ist Battambang? Das fragt uns jeder und irgendwie kennt das auch niemand. Es ist aber die zweitgrößte Stadt in Kambodscha und liegt im Nordwesten, recht nahe schon an der thailändischen Grenze. Hingekommen sind wir von Sihanoukville (Festland von Koh Rong) über Phnom Penh und dann weiter nach Battambang. 

Um vier Uhr nachmittags haben wir die Fähre von Koh Rong aufs Festland genommen. Manche von euch wissen ja, wie sehr ich wackelige, kleine Boote hasse und dieses Mal war die See nicht so ruhig und eben wie beim letzten Mal. Weder Stephan, noch ich wurden seekrank- im Gegensatz zu vielen anderen. Trotzdem war ich froh, als wie ankamen. Sogar unsere Rucksäcke waren nass von der Brandung. Wir hatten noch 45 min zeit, bis wir von unseren Zubringerbus abgeholt wurden und sind Essen gegangen. Das erste Mal. Leider haben sich die Nudeln und Gnooci als nicht gut erwiesen und so haben wir die Hälfte stehen gelassen und sind halbhungrig zum Bus. 

Der Bus nach Phnom Penh war eine Art Sitz/Schlafbusse mit 30 Grad Rückenlehnen und man konnte seine Beine ausstrecken, ich zumindest, Stephan mit seinen Modellbeinen hatte da schon größere Probleme. Ich persönlich fand die Busse in Vietnam besser, da man da noch ein bisschen flacher liegen kann.kann einfach nicht schlafen, wenn mein Rücken nicht fast flach liegt. In PP mussten wir den Bus wechseln und wir waren von unseren Rucksäcken geschockt: völlig dreckig! Mit der braunen Erde von hier (stellt sich aber heraus, dass sie nachher noch viel dreckiger wurden). Um 01:00 dann in den neuen Bus mit einer super Schlafkoje, die so 1,30×1,70 war. Sogar mit Matratze und Kissen. Wenn die Straße nicht so furchtbar schlecht gewesen wäre und es mir nicht so unwohl gewesen wäre, hätte es die perfekte Reise sein können. Stephan meint auch, dass er auf der Busreise mehr und besser geschlafen hat, als auf Koh Rong zusammen. 

Um 06:40 kamen wir dann irgendwo auf einem entlegenen Busbahnhof an und nemand hat gesagt, wo wir sind oder was wir hier machen. Es war aber unser Ziel, die meisten aus unserem Bus sind weiter nach Bangkok. Gut, als wir gecheckt haben, dass wir irgendwie da sind und auch wieder nicht, haben wir uns ein Tuktuk gesucht und sind ins Hotel. Nach ein bisschen Diskussion haben wir bereits süperfrüh einchecken können und haben erst mal bis 10 Siesta gemacht. Danach auf zum Frühstück. 

Hatte eigentlich schon alles vorbereitet und ausgekundschaftet, wo wir zum frühstück hinkönnen. Mit dem Tuktuk zur Adresse: ZU. Es muss gesagt werden, dass wir da mehr oder weniger seit 2 Tagen nichts gegessen haben und dementsprechend hungrig waren. Irgendwann wurden wir fündig: teuerstes Frühstück auf der Welt. Dafür Baguette mit Nutella. 

Die Stadt bzw das Zentrum ist sehr beschaulich und klein, erinnert mich ein bisschen an den Norden von Malaysia durch die vielen Kolonialbauten. Wirklich viel gesehen haben wir von der Stadt allerdings nicht, weil es unbeschreiblich heiß war. Ich schätze so um die 40 Grad und wir sind mehr oder weniger vom Frühstückscafe ins nächste und übernächste. Das letzte hatte sogar Klima und dort wollten wir nicht mehr weg. Während Stephan geskypt hat, habe ich für die Bootsreise am nächsten Tag Baguettes und Bananen gekauft und danach sind wir zum abkühlen ins Hotel. Mit dem Abendessen hatten wir auch leider nicht so Glück, irgendwie ist momentan der Wurm drin. 

Morgen heißt es früh aufstehen: Minimum 7 Stunden mit dem Boot nach Siem Reap! Es soll die schönste Bootstour in Kambodscha sein. Mal gucken! Teuer ist sie auf jeden Fall (teuerster Transport bisher). 

Nächster Stop: Koh Rong Teil 2

Koh Rong hat uns mit seiner Schönheit so umgehauen, dass wir uns irgendetwas eingefangen haben und einen ganzen Tag knocked-Out waren. Wir wissen nicht, was wir falsches gegessen haben, es könnte die Pizza gewesen sein oder aber auch ein geeister Kaffee. Da wir es eh nicht herausfinden werden, akzeptieren wir das jetzt einfach mal so. 

Die Nacht im Baumhaus war dementsprechend nicht so bombastisch und die wackelige Treppe in unser „Badezimmer“ – Freiluft ohne Klospühlung versteht sich, hat die Nacht besonders anstrengend gemacht. Demnach haben Stephan und ich auch nicht viel geschlafen. Irgendwie haben wir unsere Sachen gepackt und sind in unser Bungalow in der selben Anlage umgezogen. Das war wirklich eine Weise Entscheidung, denn die Bungalows sind alle auf Steltzen gebaut und wackeln bei Bewegungen innen, als auch vom außen (Wind). Wenn einem eh schon schlecht wie nochmal was ist, ist es nicht fördernd, wenn die Hütte unter einem auch noch schaukelt. Stephans Kommentar zum Baumhausschlafen: „NIE WIEDER!“ . Mal sehen, wenn es uns gut gegangen wäre, dann hätten wir es sicher genossen. 

Der Bungalow ist wunderschön und richtig nobel: mit Bad ohne Freiluftaussicht und Klospühlung, sowie Glastüren und Terrasse. Gleicher Preis, aber die Leistung stimmt in diesem Fall wirklich. Die Anlage, in der wir sind, ist ab vom Schuss am Ende des Partystrandes und somit echt angenehm ruhig und das Restaurant dazu hat wunderschöne Sitze am Wasser und so eine Art Couchlandschaft, wo man essen und trinken kann. Nachdem wir den ganzen Tag nichts gegessen haben, sind wir abends dann doch noch ins Restaurant: Cola für Stephan und eine Nudelsuppe für mich. Dort haben wir ein supernettes Pärchen aus München kennengelernt, die auf Hochzeitsreise sind und eigentlich Vietnam gebucht haben – aber sich kein Cisum davor besorgt haben und in München dann nicht in den Flieger gelassen wurden. Super Hochzeitsreise! Wir haben echt gelacht und mittlerweile können sie es auch. Für 1000€ haben sie umgebucht und lassen Südvietnam aus und machen dafür nochmal Kambodscha. Sie waren vor 2 Jahren schon mal hier und meinten, dass sich die Insel extrem verändert hat. Viel kommerzieller, dreckiger und mehr Partyvolk. Die große Frage ist die Zukunft der Insel, angeblich sind große Hotelsanlagen geplant. Dafür müssten sie aber erst einmal eine Straße bauen, bisher gibt es nur einen Trampelpfad Und den Wasserbüffel, der einen Karren zieht. 

Alles in allem war die Insel sehr teuer für kambodschanische Verhältnisse aber sehr, sehr schön. Das Essen war sehr westlich und Unmengen an Rucksacktouris findet man hier, wir sind uns sicher, dass wenn wir in 10 Jahren wieder herkommen würden, dann würden wir die Insel nicht wiederkennen. 

Nächster Stop: Battambang 

Nächster Stop: Koh Rong

Wir sind luxuriös mit einem Minibus von Phnom Penh hergekommen und haben problemlos die schnelle Fähre erwischt. Es gab zwei Möglichkeiten für die Fähre: eine billige (3h) und eine teure (45min). Da wir noch keine Unterkunft hatten, haben wir uns für die schnelle entschieden. Zuvor am Fesrland haben wir schon nach Unterkünften geschaut, aber es war alles ausgebucht. Viele „Ressorts“ haben eine Niederlassung am Pier auf dem Festland, dort haben wir nach gefragt, aber keine hatte etwas frei.

Aug gut Glück mussten wir zwar ziemlich herumlaufen, haben aber sowohl für die erste Nacht, als auch die zweite und dritte dann etwas gefunden. Die erste Nacht sind wir in einem Guesthouse mit 10 Zimmern geblieben und hatten sogar unser eigenes Badezimmer. Luxusstatus: 1,5/5. Stephan konnte die Nacht über nicht richtig schlafen, weil asiatische Gockel ab 02:00 nachts zum krähen anfangen und er trotz Oropax einfach nicht zur Ruhe gekommen ist, er war auch sehr viel früher wach als ich und hat gelesen. Lange kann man hier eh nicht schlafen, weil es laut und warm wird. Die Zimmer haben nämlich nur Wände, die 3M hoch sind. Der Dachstuhl ist offen und so kann man alles aus jedem Zimmer hören.

Der Hauptpier auf der Insel besteht aus drei kleinen Anlegestellen und ca 20 Guesthouses und unten immer Restaurants, Bars bzw. Cafés. Das erschreckende ist, dass auf der Insel 90% der Gastronomie und Hotellerie in Westlerhand ist. Wem sie tatsächlich gehören weiß ich nicht, aber die Kellner sind alle weiß. Manchmal gibt es kleine Baulücken und dort leben dann Kambodschaner und es ist unfassbar dreckig. Generell heißt es, dass Kambodscha noch nicht einmal ansatzweise so weit ist, dass sie auf ihren eigenen Müll achten würden. Die Touristen werfen alle ihren Müll sonstwohin und verschmutzen die Umwelt- das ist der allgemeine Tenor, aber das Gegenteil ist der Fall. Wir suchen nach nicht vorhandenen Mülleimern und würden nie auf die Idee kommen, alles ins Meer zu werfen.

Der Durchschnittsgast auf Koh Rong ist etwa in meinem Alter, vielleicht bisschen älter, und auf großer Reise. Sehr, sehr viele Rucksäcke und Bier, wohin man auch schaut und das erschreckende ist, dass kaum asiatische Touristen hier sind. An Strände gehen sie sowieso weniger, aber trotzdem sieht man normalerweise gelegentlich welche in den Restaurants. Hier sind wir in der weißen Welt.

Die Insel an sich ist voll mit Dschungel und wunderbaren Ständen, komplett weiß und superblaues Wasser. Es war eine sehr weise Entscheidung hierher zu kommen. Stephan gefällt es auch total und wir genießen es, einfach nur am Strand zu sitzen und auf das Meer rauszuschauen.

Die zweite Nacht haben wir im Baumhaus verbracht und am Abend haben wir Pizza gegessen, die ehemaligen Eigentümer von unseren Bungalows waren Italiener und haben einen Steinofen gebaut. Die Pizza ist sogar richtig bekannt und wir haben uns natürlich eine bestellt. Sie war wirklich sehr lecker und Vollmond war noch dazu. Um 22:30 wurde der Strom abgestellt und somit war kein Lesen mehr angesagt, sondern schlafen. Leider hat die Nachtruhe nicht lange gehalten. Wir denken, dass die Pizza schlecht war. Keine näheren Ausführungen, aber summasumarum: wir sind komplett kO und ziemlich geschwächt.

Das Baumhaus war der Wahnsinn, auf 4 Grundpfeilern gebaut, hat es gewackelt, als wir auch nur vom einen Bein aufs andere gewechselt haben. Anfangs war es schwierig, damit man sich an das Gefühl des ständigen Wackelns gewöhnt, aber der Wellengang nur 2 m entfernt war der Wahnsinn.

 

Heute ziehen wir in ein Bungalow um, das war von Anfang an so gedacht und ist bestimmt auch besser so, dort wackelt es nicht zusätzlich noch.

Gestern sind wir ein bisschen die Insel erkunden gegangen und haben einen schönen , weißen Strand entdeckt, traumhaft. Kaum Leute aber viele Bauarbeiten, überall auf der Insel wird gebaut und neue Bungalows entstehen. Momentan gibt es aber noch nicht eine Straße, nur Trampelpfade und einen einzigen Wasserbüffel, der den Lastenkarren am Strand ziehen kann. Nachher holen wir uns noch unsere frisch gewaschene Wäsche ab und buchen das Bustickets für morgen Abend nach Battambang. Es wird ein Nachtbus, mein erster Kambodschanischer (:

 

Nächster Stop: Phnom Penh Teil 3

Heute waren wir kulturell unterwegs. Nach feudalem Frühstück in einem Restaurant mit Bäcker und Fleischer inklusive, sind wir mit dem gemieteten Tuktuk zu den Killing Fields gefahren. Dort haben die roten Khmer tausende von Menschen umgebracht. Als sie in den 70ern an der Macht waren, haben sie 3 von 8 Millionen Kambodschanern umgebracht und den Rest aus den Städten in die Dörfer vertrieben. Dort sollten sie Landswirtschaft betreiben, denn der kommunistische Führer war nur an Landwirtschaft interessiert.

Stephan und ich haben uns sehr an die Nazis erinnert, aber hier schien das noch viel schlimmer gewesen zu sein. Ein Foto zeigt einen Baum mit Armbändern. Dort haben die Aufseher Babys am Fuß fassend so lange mit dem Kopf gegen den Baum geschlagen, bis sie tot waren. Danach wurden sie gleich nebenan in eine Kühle geworfen – sie haben es tausende Male wiederholt… Das ist so extrem, dass man es kaum glauben mag. Zusätzlich sind immer wieder Schädel und übrige Klamotten ausgestellt, die von den Leichen stammen. Überall auf dem Gelönde sind Massengräber und in der Monsunzeit werden regelmäßig neue Überbleibsel ausgespült. Es gab sogar Schilder, dass man nicht auf Knochen steigen soll!!

Das Museum danach war langweilig, bin aber mit meinem vietnamesischen Studentenausweis umsonst reingekommen, obwohl sie mich sehr komisch angeschaut haben.

Danach Russenmarkt, ein paar Souvenirs kaufen und dann endlich Essen. Sehr sehr lecker, noch dazu waren wir in einem gemeinnützigen Restaurant, ich hatte eine phantastische Platte „Libanon“, Stephan hat Khmer Nudeln gegessen. Heute war es ihm fast zu heiß und er ruht sich gerade im Hotel aus, während ich zum WLAN ggü gegangen bin.

Heute ist unser letzter Abend in der Stadt und wir haben heute die ärmste Gegend überhaupt gesehen (auf dem Weg zu den Killing Fields), und Bentleys und Q7!!! Dieses Land polarisiert, wie kein anders. Die Hauptstadt it’s Stephan Und Mir send ans here gewachsen. Sehr empfehlenswert.

 

Nächster Stop: Sihanoukville oder koh Rong!

naechster Stop: Phnom Penh Teil 2

Stephans Vorschlaege fuer den Blogeintrag: Hitze, Schmelzen vor Hitze, cooler Markt und krasser Tempel. Ich formuliere das jetzt ein wenig um, aber in etwa trifft es es ziemlich genau.

Morgens sind wir losgezogen, um etwas gutes zum Fruehstuecken zu finden. Leider haben wir etwas suchen muessen, da wir die Cafes vom Abend davor nicht mehr gesehen/ erkannt haben. Das ist nachts doch immer einfacher und dann sind wir ein bisschen im Kreis gegangen, wurden aber fuendig. Das Cafe hiess Brown und gibt es viele Male in PP. Stephans Schokomuffin hat nach nichts geschmeckt (mein er), dafuer war seine Schokolade mit Eis auf Starbucksniveau. Danach sind wir vom Zucker gestaerkt dann aufgebrochen in Richtung Central Market. Der Weg ist das Ziel und so sind wir schwitzend in den Norden der Stadt gelaufen.

Vorbei an Kirschbaeumen (sah zumindest so aus) und Botschaften, sind wir dann irgendwann am Markt angekommen. Immer wieder wurden wir gefragt, ob man uns helfen kann und ob wir den Weg wissen. Ich war anfangs immer skeptisch, aber die Menschen hier scheinen wirklich freundlich zu sein – ganz anders als in Vietnam. Dort wuerde man mich gerne ausrauben und keiner wuerde erst auf die Idee kommen zu helfen.

Am Markt selbst war es auch recht ruhig, hin und wieder wurden wir gefragt, ob wir nicht ein Tshirt kaufen wollten, aber auch hier nicht penetrant. Eine Sache ist penetrant: „Tuktuk??“, das wird man immer und ueberall gefragt, aber wenn man nein sagt, dann lassen sie einen auch meistens in Ruhe. Wir sind durch den Markt spaziert, dort drinnen hat es nur 28 Grad gehabt und war eine willkommene Abkuehlung. Irgendwie haben sie es auch geschafft, dass dort ein bisschen ein Zug herrscht und es war wirklich angenehm.

Dann sind wir weiter zum Mittagessen ans Wasser. Stephan hat sich fuer Sandwich, ich mich fuer Amok entschieden. Amok ist ein kambodschanisches Curry mit Fisch und unglaublich lecker. ENDLICH bin ich wieder in einem Curryland! Generell ist das Essen aber auch sehr westlich und es gibt immer asiatisches und westliches Essen in den Restaurants.

Richtig schlimm ist die Situation mit den Strassenkindern. Im Restaurant kam ploetzlich ein Junge und wollte Stephans Fantadose. Er hat sie mitgenommen und erstmal ausgetrunken (war nur noch ein bisschen etwas drinnen) und hat die Dose dann evtl. wegen dem Pfand mitgenommen. Es gibt so unglaublich viele Kinder, die barfuss und dreckig auf der Strasse herumlaufen. Sie betteln, selbst die ganz kleinen und wir sind immer hilflos, wie wir reagieren sollen…

Zu Fuss sind wir zum Wat Phnom gegangen, mit Hilfe eines geeisten Mokkas auch erfolgreich, und haben uns den Geburtsort der Stadt (Phnom Penh = Huegel Phnom) angeschaut. War aber nichts besonderes, dafuer habe ich ein sehr schoenes Foto von zwei Strassenkindern gemacht – sie geben sich gerade ein Bussi.

Dieses Mal hat uns ein Tuktuk zum Koenigspalast gebracht und dort wurde ich Opfer von Kaufwut der Kambodschaner, ich durfte mir nicht mein anderes T-Shirt um die Schultern binden. Stephan hat mir dann sein wunderbar durchgeschwitztes Tshirt gegeben, dafuer hat er ein WUNDERSCHOENES Royal Palace Shirt fuer 3$ angezogen. An mir haette es noch viel, viel schlimmer ausgesehen. So haben wir dann den Tempel und den Koenigssitz erkundet. Stephan fand es super genial schoen (sein erstes Mal in einem Khmer und Siamtempel) und ich fands es auch echt interessant. Durch die Silberpagode sind wir ebenfalls durch, dort ist jede „Fliese“ aus Silber und wiegt 1kg. Man darf eigentlich nicht darauf rumlaufen und deshalb ist die Pagode zu 99% mit Teppich auslegt. Man merkt aber, wenn man durchlaeuft, dass man auf verschiedenen Steinen laeuft.

KOMPLETT kO sind wir dann mit dem Tuktuk ins Hostel, und gleich weiter ins Cafe. Denn das Wifi im Hostel ist astronomisch schlecht und Stephan wollte sich seinem Jetleg nicht ergeben und ich wollte mal wieder Tagebuchschreiben. Gesagt getan, Stephan hat dann noch bisschen geskypt, ich geduscht und danach sind wir pompoes mexikanisch essen gegangen. Beide ziemlich kO und schwitzend noch eine Doku ueber Angkor Wat angeschaut und dann recht frueh ins Bett. Die Sonne hat uns fertig gemacht. 35 Grad – 13h lang.

 

 

Nächster Stop: Phnom Penh (Kambdoscha)

Was für ein Tag. Man mag es nicht glauben, aber Vietnam bringt mich dann manchmal doch noch an den Rand des Wahnsinns. Heute morgen um 09:30 Uhr war die Übergabe der Wohnung mit meinem Vermieter angedacht. Habe das zwei Tage vorher mit ihm ausgemacht und Stephan und ich waren mit dem Frühstück ein bisschen spät dran und deshalb (dachte ich) ist es mir ganz recht, wenn er ein bisschen später kommt. Leider wurde aus 09:30 dann 10:15! Nach sieben Mal anrufen, hat er mich dann auch tatsächlich zurückgerufen. „Sorry I forgot.“ Ich war auf 540! Unser Bus nach Kambodscha ging um 11:00 und ich habe schon heftig geschwitzt. Stephan war mein Ruhepol (zum Glück)!

Sie kamen dann tatsächlich, mein Vermieter und seine Frau. Man muss sagen, dass die Frau immer ekelhaft war und im letzten halben Jahr immer wieder Probleme gemacht hat. Nachdem wir quasi nur 5 min Zeit für die Übergabe hatten, sind wir demonstrativ gestanden und haben einen leicht genervten Eindruck gemacht. Innerlich bin ich fast explodiert, als sie die Rechnungen für jeden Monat sehen wollten (Wasser und Strom). Habe das meinem Vermieter nämlich vor 5 Tagen schon alles gezeigt. Naja, was solls. Die Dame hat dann angefangen Suppenschüsseln zu zählen, aber dann kam von ihm ein “ You can leave.“

So schnell waren wir noch nie im Taxi, ab zum Bus. Abfahrt 10:25, Treffpunkt 10:45!! Wir haben es geschafft. Dann klingelt mein Handy, wo denn Carlos Schlüssel sind? Uff, gute Frage… Aber mittlerweile denke ich mir, dass er sie mitgenommen hat. Ich hätte dran denken können, habe ich allerdings nicht und ich muss ehrlich sagen: es ist mir schnurzegal. Habe Carlos geschrieben und er soll sie zurück schicken, ist nicht mein Problem.

Pünktlichst auf die Minute ankommen und der Bus ist auch sage und schreibe 7 Minuten nach der festgesetzten Zeit losgefahren! Tom und ich haben teilweise 2h gewartet und kaum ist Stephan dabei, ging es reibungslos. Unser Bus ist auch okay, ein Sitzbus mit Fußteil. Der erste Teil der Reise ging problemlos, auch die Grenze war superschnell. Ausgereist aus Kambodscha, wieder in den Bus rein, 200m weiter und wieder aussteigen – im Kambodscha einreisen.

Die Straßen in Kambodscha sind deutlich schlechter, viel mehr Schotter und Sand. Und jetzt ging dann auch unser großes Abendteuer los. Wir sind eine Stunde nur gestanden, in einem richtig armen Dorf – gewartet auf die Fähre. Dort war absolutes Chaos und nichts ging mehr. Zwei Verkehrspolizisten haben den Verkehr „geregelt“. Ihre Uniform sah aus wie von der SS (Zitat Stephan) und da standen wir dann. Vor uns LKW und Autos und irgendwo wollte auch ein Rettungswagen mit Blaulicht durch. Es ging nichts.

Dann kam der Busbegleiter und hat von jedem Fahrgast 1$ eingesammelt um die Polizisten zu schmieren, um einen anderen Weg fahren zu können. Wir sind auf Sandstraßen IRGENDWO gefahren, überall Hütten und dann sind wir am Wasser angekommen. Ziel ist eine Fähre, die uns auf die andere Seite bringt, bisherige Reisezeit: 07:18h.

 

Irgendwann ging es dann doch weiter und wir sind über den Fluss gekommen, das hat auf der Minifähre aber nur 10min gedauert. In der Ferne hat man eine Brücke gesehen und ich bin mir sicher, dass man dort auch hätte fahren können, nur hätte es wieder Maut gekostet. Die Busfahrer hier haben eine generelle Abneigung gegenüber Maut und fahren lieber 3h länger durch die Pampa.
Nach weiteren Stunden, die jedoch für Stephan wie im Flug vergangen sind: er war ganz gebannt vom Jackie Chan Film (von 197x!!). Dieser Film hat besonders die Asiaten erfreut, die bei uns im Bus gesessen sind. In den ersten Stunden der Busfahrt gab es afroamerikanische Musikvideos aus den 80ern für uns, danach abwechseln vietnamesische Kampffilme und eben Jackie Chan. Alles in einer unglaublichen Lautstärke und besonders angenehmen Atmosphäre.
Mit dem Tuktuk zum Hostel, dass ein kleines Partyhostel war – unser Zimmer ist genau an der Rooftopbar, aber um 12 war die Musik aus. Nachdem wir gegessen haben (fast verhungert wir 2), sind wir abends noch los und haben uns die Stadt bei Nacht bisschen angeschaut.
Wirklich enorm riesige Straßen prägen das Stadtbild, Monumente und Statuen. Sind um den Königspalast rum, der war aber zu und sind dann am Wasser entlangflaniert. Auch das Flussbett ist riesig und da gerade niedriger Wasserstand ist, hat das auch enorm ausgesehen. Wir sind gespannt, wie es tagsüber aussieht.
Nach einem Bananashake& Bier sind wir mit dem Tuktuk wieder nach Hause und haben gut geschlafen.
Generell kann man sagen, dass Kambodschaner anders aussehen, als Vietnamesen (Stephan meint viiiiiiiel besser!) und die Sprache klingt auch eher nach Thai. Der Verkehr ist ein Bruchteil von Saigon und es gibt kaum Taxis, nur Tuktuks. Wir haben das gestern Abend sehr genossen, weil es unglaublich heiß ist – auch nachts um 23:00 hatte es über 30 Grad. Man kann mit USD zahlen, bzw. Sagen wir es anders, jede Rechnung kommt in USD und wenn man in Riel zahlen möchte, dann muss man extra nachfragen. Das ist schon komisch…
Mal sehen, was die Stadt zu bieten hat, wir freuen uns drauf. Was WIFI im Hostel ist furchtbar schlecht, deshalb vorerst keine Bilder. Und plötzlich ging es doch!

Letztes Mal: Saigon!

Nach einem feudalen Frühstück als Abschied (eigentlich Brunch: New York für Stephan und Istanbul für mich) haben wir die letzten Touriziele abgeklappert und haben dabei fleißig Fotos gemacht und ordentlich geschwitzt! Es ist extrem heiß im Moment, bis zu 36 Grad – Stephan schlägt sich wacker.
Als 2. Abschiedsgeschenk gab es noch eine Thaimassage. Stephan hat irgendwann neben mir angefangen zu lachen, allerdings aus Schmerz :D! Seine Zehen wären ihm wohl halb abgerissen worden, mich hat er dermaßen durchgeknetet und am Schluss mit seinen dünnen Vietnamesenbeinen in die Luft gestemmt, dass mir echt die Luft weg bliebt. Leicht benebelt (vielleicht auch von Ingwer Überfluss: Tee und Cookies) sind wir kurz nach Hause und haben uns schick gemacht. Ging gleich wieder los in die schickeste Bar der Stadt: chill!!
Wir haben die Aussicht überaus genossen und haben uns einen Wein gegönnt. Es war wunderschön ein letztes Mal dort oben zu stehen und die Stadt zu bewundern…
Abendessen und ein Eis und dann auch schon: ich packe meinen Koffer gespielt. Und tatsächlich, mein ganzes Leben passt in meinen Rucksack (45+5 Liter)!
Saigon ist fast abgeschlossen. Morgen Wohnungsübergabe und dann schließe ich das Kapitel Vietnam. Vorerst.

 

Stephan und Lisa in SAIGON

Gestartet sind wir heute mit Frühstück in einer koreanischen Bäckerei und Stephan hat auf meine Empfehlung hin (Grüße an den Thomas) auch die Wurscht im Teig probiert und fand sie ebenfalls lecker. Ich blieb lieber bei einem Schokoladencroissant. Danach sind wir ins erste Shoppingfakecenter gegangen und wir hätten fast Schuhe für Stephan gekauft, die Verkäuferin wollten aber nicht so mit dem Preis runtergehen, wie ich das wollte und deshalb  sind wir ohne Schuhe weitergezogen.

 

Habe im Vorhinein schon ein bisschen herumgeschaut, wo es gute Rucksäcke gibt und Stephan hat sich ein suPer Teil von Jack Wolfskin rausgesucht. Er kostet in Deutschland 199,99€ und hier haben wir knapp 35€ gezahlt. Meiner Meinung nach ist er ein echter, einfach aus der Produktion mitgenommen.

Danach standen Schuhe auf dem Programm und es wurden wunderschöne Nikes, zum GLÜCK hat die Verkäuferin vorhin nicht bei meinem Preisvorschlag eingewilligt.

Sind glücklich mit Schuhen und Rucksack von dannen gezogen und haben Sandwiches zu Mittag gegessen. Stephan ist schwer begeistert von der Stadt und mich freut es doppelt, dass es ihm so gut gefällt. Vorallem der Verkehr ist ein Highlight für ihn und ich lache jedes Mal (:

 

Unsere Bustickets nach Phnom Penh haben wir uns auch besorgt und zahlen pro Person 10$, mal sehen wie das wird. Habe im Vorhinein nachgeschaut, welche Anbieter die besten sind, damit nicht wieder das aus Vietnam passier… Abfahrt ist am Sonntag 11:00. Davor übergebe ich meine Wohnung und bekomme hoffentlich die ganze Kaution raus!

Stephan hat keine Passfotos für das Kambodscha Visum dabei und deshalb hat er gleich noch welche machen lassen. Jedoch war es eine untypische Art Passfotos zu machen. Der Fotograf ist nämlich eigentlich Inhaber von. 4 Waschmaschinen und bietet Wäscheservice an. Dann spannt der Kerl ernsthaft ein blaues Tuch über seine laufenden. Waschmaschinen, stellt Stephan einen Hocker davor und macht die. Fotos. Ausgedruckt hat er sie dann unterm Tresen, wir glücklich und er auch. Der Waschmaschinenfotograf 😀

 

Nach der Stärkung stand Kultur auf dem Programm: Kriegsveteranenmuseum, war jetzt schon so oft dort, dass ich lieber im Stern gelesen habe und mich über die aktuelle Politik informiert habe, als dass ich zum 10. Mal durch das Museumlaufe

Abends waren wir im Barbecue Garden und man merkt eindeutig, dass ich an das Schärfe und geschmacksintensive Essen in Asien schon sehr gewöhnt bin, Stephan fand das Essen superwürzig und scharf, ich garnicht…

Nach dem. Essen noch in meine Lieblingsbar, eine Minidachbar mit schöner Aussicht. Das vorerst letzte Mal!! Langsam wird mir bewusst, dass ich nur noch 1,5 Tagr hier bin und dann mein Leben in Saigon zu Ende ist. Kann mir das noch garnicht vorstellen…

 

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