Israel

Ein neuer Blog-Post, dieses Mal war ich in Israel.

 

Zusammen mit meiner Freundin Caro aus Berlin ging es nach Israel. Unsere Stationen waren:

  • Tel Aviv
  • Jerusalem
  • En Boqeq (Totes Meer)
  • Mizpeh Ramon
  • Midreshet Ben-Gurion (Wein-Farm)
  • Eilat (Rotes Meer)
  • Tel Aviv & Jaffa

Wir haben uns in Istanbul am Flughafen getroffen und sind dann komplett ohne Probleme nach Israel geflogen. Wir wurden bei der Einreise nicht befragt, haben unseren Einreisestempel nicht in den Pass bekommen, sondern eine Art Einreisekarte. Bei der Ausreise bekommt man eine Ausreisekarte, die ersetzt ebenfalls den Stempel, dies ist notwendig, weil man sonst nirgends sonst mehr rein kommt: Ägypten oder VAE.

 

Die erste Nacht haben wir in einem Hostel in Tel Aviv verbracht, am Morgen darauf haben wir gleich unseren kleinen Mietwagen abgeholt und sind nach Jerusalem gefahren. Dort haben wir 2 Nächte verbracht und es war sehr beeindruckend dort. Gefühlt haben alle Leute einen Knall, es gibt fanatische Christen (man kann sich ein Holzkreuz ausleihen und den Kreuzweg ablaufen), die streng orthodoxen Juden und die vielen Moslems im palästinensischen Bereich der Stadt. Wir sind sehr viel herumgelaufen, es ist unfassbar heiß gewesen. Die Stadt ist voller Touristen und gleichzeitig wohnen dort erstaunlich viele Einheimische. In die Al-Aqsa Moschee sind wir leider nicht reingekommen, wegen dem Ramadan.

An der Klagemauer haben wir die vielen Frauen beobachtet, die meisten davon streng-orthodox oder Touristen. Es gibt erstaunlich viele schwarze Juden, was mir garnicht bewusst war. Die strengen Juden haben mindestens 6-8 Kinder und man fängt dort mit ca. 16 Jahren mit dem ersten Kind an. Demnach sind die Frauen noch sehr jung, wenn sie alle ihre Kinder haben, sehen aber aus wie Mitte 50…

Das Leben ist dort ein ganz anderes, im moslimischen Viertel ist es dreckig und es stinkt, alle Märkte findet man hier. Im jüdischen Viertel ist alles ultra sauber und gepflegt, es gibt aber kaum Läden. Den christlichen Teil nimmt man kaum war, es gibt allerdings noch eine Unterscheidung: die armenische Kirche hat dort ebenfalls Kirchen; genauso die orthodoxen Christen aus Russland und Griechenland. Alle sind vertreten.

Auf den Ölberg haben wir uns ebenfalls gequält, dort oben ist der größte und älteste Friedhof jüdischen Glaubens, man hat eine schöne Aussicht auf Jerusalem. Jerusalem ist die Hauptstadt Israels, zumindest für die Israelis. Kein Land der Welt hat die Stadt allerdings als Hauptstadt anerkannt, der Grund warum alle Botschaften in Tel Aviv sind.

Von den Spannungen im Land bekommt man nur in Jerusalem etwas mit, viel Militär ist in der Altstadt unterwegs und „bewacht“ die Stadt. Den Nutzen kann man hier stark in Frage stellen…

 

Nächster Stop: Totes Meer. Das Wasser ist so extrem salzig, dass es auf den Lippen brennt. Verrückt ist wirklich, dass man schwebt. Beim Versuch brustzuschwimmen, sind mir immer meine Füße abgehauen und ab in die Luft. Es wirkt, als würde man „trockenschwimmen“. Es war wieder extrem heiß und hier haben wir zum ersten Mal bemerkt, dass Israelis nicht in die Sonne gehen, wenn sie am Strand sind. Es gibt immer überdachte Bereiche, da es einfach extrem heiß ist. Das Tote Meer liegt bereits in der Bersheva-Wüste.

Morgens gg. 08:30 sind wir auf die Festung Masada gewandert. Es gibt auch eine Gondel, aber das war für uns  keine Option, wir beide wären aber fast umgekippt. Es war unerträglich heiß und oben angekommen, musste wir erstmal eine Pause einlegen. Wir haben mehr erwartet, es ist die Festung Herodes, angeblich ca. 2000 Jahre alt. Ich glaube das weniger, da Restaurierungsteams unterwegs waren und genau die Mörtelfarbe  dabei hatten, welche die angeblichen Ruinen hat.

Eine Nacht in der Lehmhütte mit Alpacagestank hat uns recht schnell weitergetrieben.

Ein Ausflug ans Rote Meer nach Eilat hat uns den ersten Strandtag beschert. Wir sind ca. 2,5 Stunden an der jordanischen Grenze entlang nach Eilat gefahren, ging problemlos und wir haben die verschiedenen Facetten der Wüste gesehen, sehr beeindruckend! Das rote Meer ist hingegend nicht der Burner, einfach ein übervolkerter Stand mit viel zu vielen Russen.

In der Weinfarm, die ca. 6000 Flaschen pro Jahr herstellt und mitten in der Wüste ist, haben wir beschlossen, dass wir keinen israelischen Wein mögen. Zu süß, zu rot und zu viel Sulfate. Die Unterkunft war mit Abstand die teuerste aber auch schönste, wir konnten uns richtig erholen.

Wir waren in einem Nationalpark wandern, riesige Felsformationen und eine Oase!

Danach ging es zurück nach Tel Aviv – den großen Hype um die Stadt können wir nicht wirklich verstehen. Die Trendviertel sind cool, aber nicht weltbewegend. Der Strand ist richtig schön, allerdings mitten in der  Stadt. Es hat mich sehr stark an Nizza erinnert. Die Altstadt ist künstlich hochgezogen, damit die Touristen auch etwas „altes“ finden. Schwierig bei einer Stadt, die 1906 gegründet wurde.

 

 

Insgesamt war es unglaublich beeindruckend, wir mussten viel nachlesen und nachschlagen, haben viel diskutiert, unglaublich interessante Leute getroffen und ein Land gesehen, dass wohl niemals in Frieden leben kann.

Eine Reise wert für jeden, der Alternativtourismus liebt und nicht nur in Italien am Strand liegen möchte.

 

 

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s