Nächster Stop: Siem Reap – die Hinfahrt 

Eine Busfahrt, die ist lustig… Und so weiter. Nach sehr viel Bus, haben wir uns für die abenteuerliche Reise mit dem langsamen Boot entschieden. Wir haben davor im Interner recherchiert und die Meinungen waren so ambivalent, dass man zu keinem Stimmungen Ergebnis kommen konnte. Zwei Jungs, die ich auf Koh Rong kennengelernt habe, waren hellauf begeistert von der Reise und haben es mir warmen Herzens empfohlen.
Also gestern Abend die Tickets gekauft, die bisher der teuerste Transport überhaupt waren und los gehts am nächsten Tag um 07:00

Die erste Stunde ging ganz gut. Wir waren mit ca. 8 anderen Weißen und ein paar Kambodschanern an Bord und sind langsam losgetuckelt. Momentan ist absolute Trockenzeit und der Wasserstand extrem niedrig, was auch unsere größte Sorge war. Langsam aber sicher kamen wir in sehr seichtes Gewässer und ständig blieben wir stecken. Dann musste der Bootsjunge entweder ins Wasser springen und anschieben oder mit einem langen Brett so lange rumwerkeln, bis wir wieder frei waren. 

Der Weg führte uns gefühlte Ewigkeiten durch Brachland, schwimmende Dörfer, vorbei an den ärmsten Menschen, die man sich vorstellen kann. Vorbei an Grundschulen, schwimmenden Moscheen und Kirchen, schwimmenden Supermärkten, Zucchinifeldern, Reisfeldern, und noch unzähligen anderen Dingen. 
Stephan konnte bald nicht mehr sitzen, die Bänke waren sehr sehr einfach und hart und die Vibration vom Motor machte es nicht besser. Ich konnte irgendwann schlafen, ausgestreckt über 2 Bänke und dem Kopf auf einer Schwimmweste… Mein Buch habe ich auf Koh Rong ausgelesen, den Stern auch und so war ich quasi „literaturlos“. Wollte mir in Battambang noch eins kaufen, haben aber keinen Buchladen mit englischen Büchern gefunden. 

Die Fahrt hat ECHT lange gedauert. Sind pünktlich um 07:00 los mit einer kurzen Pause um 11:15-11:30. angekommen in Siem Reap sind wir dann gegen 18:30 – eine Reise von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Leider sind wir auch im nichts angekommen und mussten noch 35 min mit dem Tuktuk in die Stadt fahren. Stephan ist vollkommen fertig und leider haben wir auch unser Hostel nicht gefunden. Es ist ganz neunund niemand kennt es. Eine super Liebe Kandierin hat uns dann gerettet, am Hotel angerufen und uns abholen lassen. Falls also jemand etwas an ihre NGO spenden möchte, Daten werden bald bekannt gegeben. 

Ob ich es nochmal machen würde, ich weiß es nicht, denke aber tendenziell schon. Waren mit Wasser, Baguettes, Bananen und Keksen ausgestattet. Gebraucht haben wir aber fast nur das Wasser und Baguette. Es war wieder mal unbeschreiblich heiß und ohne Fahrtwind, unerträglich. 

Die Armut war auf diesem Teil unserer Reise allgegenwärtig, aber trotzdem haben alle Menschen gelacht und jedes Kind hat gewunken und schienten wirklich glücklich zu sein. Man muss also nicht immer alles haben, die Kinder hier wissen (zum Glück) nicht von der Welt da draußen und deren Eltern haben als Hauptsorge die Familie zu ernähren… 

Unsere Schiffsschraube wurde mindestens 4x gewechselt und jedes Mal haben wir einfach gehofft, dass es irgendwie weiter geht, helfen hätte uns nämlich dort keiner können… Einmal sind wir dann 10min auf einem der weltgrößten Seen herumgeschwommen, während unsere beiden Bootsmänner ein Stück Bambus mit einer Minimachete zurechtgehackt haben und es IRGENDWO im Motorraum verbaut haben. Ich bin kein Bootsmotorspezialist, aber komisch war das allemal. 

Stephan hat gefühlte 300 Seiten in seinem Zwergenmeisterwerk gelesen und ich Zeit gehabt, einige Nachrichten an alte Freunde vom Studium zu schreiben, sowie die beiden Blogartikel und mein Reisetagebuch. 

Wir sind am vorletzten Stop unserer wunderschönen, aber anstrengenden Reise angekommen und hoffen auf Zivilisation, Hygienestufe > 3/5 und sauberes, fließendes Wasser, sowie die beeindruckenden Tempel von Angkor Wat, einem der neuen Weltwunder. 

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