Nächster Stop: Koh Rong

Wir sind luxuriös mit einem Minibus von Phnom Penh hergekommen und haben problemlos die schnelle Fähre erwischt. Es gab zwei Möglichkeiten für die Fähre: eine billige (3h) und eine teure (45min). Da wir noch keine Unterkunft hatten, haben wir uns für die schnelle entschieden. Zuvor am Fesrland haben wir schon nach Unterkünften geschaut, aber es war alles ausgebucht. Viele „Ressorts“ haben eine Niederlassung am Pier auf dem Festland, dort haben wir nach gefragt, aber keine hatte etwas frei.

Aug gut Glück mussten wir zwar ziemlich herumlaufen, haben aber sowohl für die erste Nacht, als auch die zweite und dritte dann etwas gefunden. Die erste Nacht sind wir in einem Guesthouse mit 10 Zimmern geblieben und hatten sogar unser eigenes Badezimmer. Luxusstatus: 1,5/5. Stephan konnte die Nacht über nicht richtig schlafen, weil asiatische Gockel ab 02:00 nachts zum krähen anfangen und er trotz Oropax einfach nicht zur Ruhe gekommen ist, er war auch sehr viel früher wach als ich und hat gelesen. Lange kann man hier eh nicht schlafen, weil es laut und warm wird. Die Zimmer haben nämlich nur Wände, die 3M hoch sind. Der Dachstuhl ist offen und so kann man alles aus jedem Zimmer hören.

Der Hauptpier auf der Insel besteht aus drei kleinen Anlegestellen und ca 20 Guesthouses und unten immer Restaurants, Bars bzw. Cafés. Das erschreckende ist, dass auf der Insel 90% der Gastronomie und Hotellerie in Westlerhand ist. Wem sie tatsächlich gehören weiß ich nicht, aber die Kellner sind alle weiß. Manchmal gibt es kleine Baulücken und dort leben dann Kambodschaner und es ist unfassbar dreckig. Generell heißt es, dass Kambodscha noch nicht einmal ansatzweise so weit ist, dass sie auf ihren eigenen Müll achten würden. Die Touristen werfen alle ihren Müll sonstwohin und verschmutzen die Umwelt- das ist der allgemeine Tenor, aber das Gegenteil ist der Fall. Wir suchen nach nicht vorhandenen Mülleimern und würden nie auf die Idee kommen, alles ins Meer zu werfen.

Der Durchschnittsgast auf Koh Rong ist etwa in meinem Alter, vielleicht bisschen älter, und auf großer Reise. Sehr, sehr viele Rucksäcke und Bier, wohin man auch schaut und das erschreckende ist, dass kaum asiatische Touristen hier sind. An Strände gehen sie sowieso weniger, aber trotzdem sieht man normalerweise gelegentlich welche in den Restaurants. Hier sind wir in der weißen Welt.

Die Insel an sich ist voll mit Dschungel und wunderbaren Ständen, komplett weiß und superblaues Wasser. Es war eine sehr weise Entscheidung hierher zu kommen. Stephan gefällt es auch total und wir genießen es, einfach nur am Strand zu sitzen und auf das Meer rauszuschauen.

Die zweite Nacht haben wir im Baumhaus verbracht und am Abend haben wir Pizza gegessen, die ehemaligen Eigentümer von unseren Bungalows waren Italiener und haben einen Steinofen gebaut. Die Pizza ist sogar richtig bekannt und wir haben uns natürlich eine bestellt. Sie war wirklich sehr lecker und Vollmond war noch dazu. Um 22:30 wurde der Strom abgestellt und somit war kein Lesen mehr angesagt, sondern schlafen. Leider hat die Nachtruhe nicht lange gehalten. Wir denken, dass die Pizza schlecht war. Keine näheren Ausführungen, aber summasumarum: wir sind komplett kO und ziemlich geschwächt.

Das Baumhaus war der Wahnsinn, auf 4 Grundpfeilern gebaut, hat es gewackelt, als wir auch nur vom einen Bein aufs andere gewechselt haben. Anfangs war es schwierig, damit man sich an das Gefühl des ständigen Wackelns gewöhnt, aber der Wellengang nur 2 m entfernt war der Wahnsinn.

 

Heute ziehen wir in ein Bungalow um, das war von Anfang an so gedacht und ist bestimmt auch besser so, dort wackelt es nicht zusätzlich noch.

Gestern sind wir ein bisschen die Insel erkunden gegangen und haben einen schönen , weißen Strand entdeckt, traumhaft. Kaum Leute aber viele Bauarbeiten, überall auf der Insel wird gebaut und neue Bungalows entstehen. Momentan gibt es aber noch nicht eine Straße, nur Trampelpfade und einen einzigen Wasserbüffel, der den Lastenkarren am Strand ziehen kann. Nachher holen wir uns noch unsere frisch gewaschene Wäsche ab und buchen das Bustickets für morgen Abend nach Battambang. Es wird ein Nachtbus, mein erster Kambodschanischer (:

 

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