Nächster Stop: Phnom Penh (Kambdoscha)

Was für ein Tag. Man mag es nicht glauben, aber Vietnam bringt mich dann manchmal doch noch an den Rand des Wahnsinns. Heute morgen um 09:30 Uhr war die Übergabe der Wohnung mit meinem Vermieter angedacht. Habe das zwei Tage vorher mit ihm ausgemacht und Stephan und ich waren mit dem Frühstück ein bisschen spät dran und deshalb (dachte ich) ist es mir ganz recht, wenn er ein bisschen später kommt. Leider wurde aus 09:30 dann 10:15! Nach sieben Mal anrufen, hat er mich dann auch tatsächlich zurückgerufen. „Sorry I forgot.“ Ich war auf 540! Unser Bus nach Kambodscha ging um 11:00 und ich habe schon heftig geschwitzt. Stephan war mein Ruhepol (zum Glück)!

Sie kamen dann tatsächlich, mein Vermieter und seine Frau. Man muss sagen, dass die Frau immer ekelhaft war und im letzten halben Jahr immer wieder Probleme gemacht hat. Nachdem wir quasi nur 5 min Zeit für die Übergabe hatten, sind wir demonstrativ gestanden und haben einen leicht genervten Eindruck gemacht. Innerlich bin ich fast explodiert, als sie die Rechnungen für jeden Monat sehen wollten (Wasser und Strom). Habe das meinem Vermieter nämlich vor 5 Tagen schon alles gezeigt. Naja, was solls. Die Dame hat dann angefangen Suppenschüsseln zu zählen, aber dann kam von ihm ein “ You can leave.“

So schnell waren wir noch nie im Taxi, ab zum Bus. Abfahrt 10:25, Treffpunkt 10:45!! Wir haben es geschafft. Dann klingelt mein Handy, wo denn Carlos Schlüssel sind? Uff, gute Frage… Aber mittlerweile denke ich mir, dass er sie mitgenommen hat. Ich hätte dran denken können, habe ich allerdings nicht und ich muss ehrlich sagen: es ist mir schnurzegal. Habe Carlos geschrieben und er soll sie zurück schicken, ist nicht mein Problem.

Pünktlichst auf die Minute ankommen und der Bus ist auch sage und schreibe 7 Minuten nach der festgesetzten Zeit losgefahren! Tom und ich haben teilweise 2h gewartet und kaum ist Stephan dabei, ging es reibungslos. Unser Bus ist auch okay, ein Sitzbus mit Fußteil. Der erste Teil der Reise ging problemlos, auch die Grenze war superschnell. Ausgereist aus Kambodscha, wieder in den Bus rein, 200m weiter und wieder aussteigen – im Kambodscha einreisen.

Die Straßen in Kambodscha sind deutlich schlechter, viel mehr Schotter und Sand. Und jetzt ging dann auch unser großes Abendteuer los. Wir sind eine Stunde nur gestanden, in einem richtig armen Dorf – gewartet auf die Fähre. Dort war absolutes Chaos und nichts ging mehr. Zwei Verkehrspolizisten haben den Verkehr „geregelt“. Ihre Uniform sah aus wie von der SS (Zitat Stephan) und da standen wir dann. Vor uns LKW und Autos und irgendwo wollte auch ein Rettungswagen mit Blaulicht durch. Es ging nichts.

Dann kam der Busbegleiter und hat von jedem Fahrgast 1$ eingesammelt um die Polizisten zu schmieren, um einen anderen Weg fahren zu können. Wir sind auf Sandstraßen IRGENDWO gefahren, überall Hütten und dann sind wir am Wasser angekommen. Ziel ist eine Fähre, die uns auf die andere Seite bringt, bisherige Reisezeit: 07:18h.

 

Irgendwann ging es dann doch weiter und wir sind über den Fluss gekommen, das hat auf der Minifähre aber nur 10min gedauert. In der Ferne hat man eine Brücke gesehen und ich bin mir sicher, dass man dort auch hätte fahren können, nur hätte es wieder Maut gekostet. Die Busfahrer hier haben eine generelle Abneigung gegenüber Maut und fahren lieber 3h länger durch die Pampa.
Nach weiteren Stunden, die jedoch für Stephan wie im Flug vergangen sind: er war ganz gebannt vom Jackie Chan Film (von 197x!!). Dieser Film hat besonders die Asiaten erfreut, die bei uns im Bus gesessen sind. In den ersten Stunden der Busfahrt gab es afroamerikanische Musikvideos aus den 80ern für uns, danach abwechseln vietnamesische Kampffilme und eben Jackie Chan. Alles in einer unglaublichen Lautstärke und besonders angenehmen Atmosphäre.
Mit dem Tuktuk zum Hostel, dass ein kleines Partyhostel war – unser Zimmer ist genau an der Rooftopbar, aber um 12 war die Musik aus. Nachdem wir gegessen haben (fast verhungert wir 2), sind wir abends noch los und haben uns die Stadt bei Nacht bisschen angeschaut.
Wirklich enorm riesige Straßen prägen das Stadtbild, Monumente und Statuen. Sind um den Königspalast rum, der war aber zu und sind dann am Wasser entlangflaniert. Auch das Flussbett ist riesig und da gerade niedriger Wasserstand ist, hat das auch enorm ausgesehen. Wir sind gespannt, wie es tagsüber aussieht.
Nach einem Bananashake& Bier sind wir mit dem Tuktuk wieder nach Hause und haben gut geschlafen.
Generell kann man sagen, dass Kambodschaner anders aussehen, als Vietnamesen (Stephan meint viiiiiiiel besser!) und die Sprache klingt auch eher nach Thai. Der Verkehr ist ein Bruchteil von Saigon und es gibt kaum Taxis, nur Tuktuks. Wir haben das gestern Abend sehr genossen, weil es unglaublich heiß ist – auch nachts um 23:00 hatte es über 30 Grad. Man kann mit USD zahlen, bzw. Sagen wir es anders, jede Rechnung kommt in USD und wenn man in Riel zahlen möchte, dann muss man extra nachfragen. Das ist schon komisch…
Mal sehen, was die Stadt zu bieten hat, wir freuen uns drauf. Was WIFI im Hostel ist furchtbar schlecht, deshalb vorerst keine Bilder. Und plötzlich ging es doch!

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